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Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt
Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt
© DCM GmbH

Kritik: Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

In "Herr Lehmann" (2003) spielt die damals von Detlev Buck verkörperte Figur Karl Schmidt noch eine Nebenrolle. Vierzehn Jahre später kehrt dieser Karl Schmidt, nun von Charly Hübner dargestellt, als Held auf die Leinwand zurück. "Magical Mystery" erzählt zwar eine eigenständige Geschichte, aber knüpft in Sachen Witz und Atmosphäre durchaus an seinen erfolgreichen Vorgänger an. Die Ähnlichkeiten zwischen beiden Filmen beruhen selbstverständlich darauf, dass der Schriftsteller und Musiker Sven Regener sowohl für die Romanvorlagen wie auch die Drehbücher verantwortlich ist.

So lebt auch "Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt" ganz vom typischen Regener-Sound: Die Dialoge sind absurd und schnodderig, der Humor lakonisch und die Melancholie ganz sanft. Gleich eine ganze Reihe von skurrilen Figuren teilt sich die mit 111 Minuten doch recht lange Laufzeit und sorgt für einige Höhepunkte. Neben Hübner in der Hauptrolle überzeugen vor allem Annika Meier als selbstbewusste DJane sowie Detlev Buck, der dieses Mal einen alternden Labelchef geben darf.

Der Charme einzelner Szenen und die meist gelungenen Gags können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Regisseur Arne Feldhusen ("Stromberg – Der Film", 2014) nicht immer genau zu wissen scheint, wohin die Reise seines Protagonisten gehen soll. Die Ziel- und Orientierungslosigkeit ist zwar eine zentrales Thema in "Magical Mystery", dennoch verpasst der Filmemacher die Chance, mehr als eine Reihe unterhaltsamer Momente zu inszenieren. Besonders die wenigen ernsten Momente leiden unter dem fehlenden Fokus und lassen an Tiefe vermissen.

Fazit: Mit "Magical Mystery oder : Die Rückkehr des Karl Schmidt" ist Regisseur Arne Feldhusen eine unterhaltsame Romanverfilmung gelungen. Die Komödie lebt vor allem von den guten Darstellern sowie vom typischen Sven-Regener-Sound mit seinen schnodderigen Dialogen und dem lakonischen Witz. Leider wirkt die Geschichte ein wenig orientierungslos, worunter besonders die nachdenklicheren Momente leiden.





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