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Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs
Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs
© Wild Utopia

Kritik: Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der Film beruht auf der gleichnamigen Kinder- und Jugend-TV-Serie, die vom NDR seit den späten 90er-Jahren bis heute produziert wird. In und um die Speicherstadt, lösen die vier bzw. fünf jugendlichen Ermittler spannende Kriminalfälle und mysteriöse Rätsel. "Die Pfefferkörner und der Fluch…" ist der erste Kino-Einsatz für die Pfefferkörner und Vorbote der neuen TV-Staffel, die ab Ende 2017 zu sehen sein wird. Regie führte Christian Theede, für den es der zweite Kino-Spielfilm ist.

"Die Pfefferkörner und der Fluch…" ist ein rundum gelungenes, packendes Abenteuer für die junge Zielgruppe der ca. acht- bis vierzehnjährigen Kinobesucher. Dass der Film auch auf der Leinwand so gut funktioniert liegt in erster Linie an zwei Dingen. Zum einen versteht es Regisseur Theede, mit seinen prachtvollen Bildern des Schauplatzes (die Südtiroler Berge), das visuelle Medium "Kino" voll auszunutzen. Die erhabenen, hell erleuchteten Aufnahmen der Gebirgshänge ergänzen sich dabei wunderbar mit den düsteren Szenen und Momenten in den dunklen Höhlen, von denen es im Film einige gibt. Beides wirkt auf der Kinoleinwand äußerst atmosphärisch und wäre auf dem heimischen TV (selbst bei einem riesigen Flatscreen) so natürlich bei Weitem nicht zu vermitteln.

Zweitens: "Die Pfefferkörner und der Fluch…" ist rasant und abwechslungsreich inszeniert, Langeweile hat hier keine Chance. Das beginnt bereits bei der anfänglichen Verfolgungsjagd, die das Tempo des Films vorgibt: pfiffig, rasant und ohne sonderlich viele Verschnaufpausen. Dabei muss sich Benny (eine Art Mini-Einstein mit Nerd-Brille und hohem technischen Geschick) vor zwei fiesen Abiturienten in Sicherheit bringen, die die Abi-Prüfungen gestohlen haben.

Ein weiterer Grund, weshalb sich keine Längen einstellen: Theede und sein Team legen viele Fährten und streuen geschickt Wendungen ein, die aber allesamt nicht zu viel verraten und die Spannung damit stets konstant hoch halten. Dadurch können es die jungen Kinobesucher den Helden auf der Leinwand gleichtun und fleißig miträtseln. Wenn die Scheune des Hofes plötzlich in Flammen aufgeht, eine schwarze Flüssigkeit unter dem Gelände seine Bahnen zieht oder bizarre Vorgänge in der nahegelegenen Höhle vor sich gehen, fragt man sich zu Recht, wie diese Puzzleteile eigentlich zusammenpassen. Und was führt eigentlich die Köchin im Schilde, die sich zunehmend merkwürdiger verhält?

Für eine gehörige Portion Humor im Film sorgen die gestandenen Schauspiel-Größen Katharina Wackernagel und Devid Striesow. Wackernagel spielt Bennys Mutter, die die Klasse auf der Fahrt nach Österreich begleitet – und ihren Sohn während der Reise ein ums andere Mal die Schamesröte ins Gesicht treibt. Striesow ist der sympathische Klassenlehrer, der – natürlich zu Bennys Leidwesen – mit dessen Mutter anbandelt.

Fazit: Sympathischer, spannender und rasant inszenierter Jugend-Krimi zum Miträtseln, der alle Fans der TV-Serie nicht enttäuschen wird.





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