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Kritik: 5 Frauen (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Olaf Kraemer dürfte Kinogängern bislang vor allem als Drehbuchautor des Uschi-Obermaier-Biopics "Das wilde Leben" (2007) bekannt sein. Mit seinem Regiedebüt "5 Frauen" erzählt der Filmemacher nun zwar eine vollkommen andere Geschichte, sein Thriller leider allerdings unter ganz ähnlichen Schwächen wie auch schon die oberflächliche Obermaier-Biografie.

Dazu zählt unter anderem das überladene, erneut von Kraemer stammende Drehbuch, das eine Vielzahl von Themen ansprechen möchte, dabei letztlich aber kaum einem wirklich gerecht wird. Traumata, Tod und Ehekrisen gehören zu den Konflikten, die in "5 Frauen" die düstere Handlung vorantreiben. Doch so ernst und schwer sich der Film inhaltlich gibt, so leichtfertig verspielt er sein Potential, bedeutungsvoll zu sein.

Stattdessen reiht Kraemer Klischee an Klischee und raubt seinem Film damit jegliche Glaubwürdigkeit. Die fünf Hauptdarstellerinnen spielen zwar solide, können der ungelenken Figurenzeichnung des Skripts jedoch nicht viel entgegensetzen. Der einzige Glanzpunkt dieser Produktion bleibt somit die Bildgestaltung durch Clemens Baumeister ("Der Nachtmahr", 2015), dessen Aufnahmen faszinieren und gekonnt Atmosphäre schaffen.

Fazit: Olaf Kaemers Regiedebüt ist ein solide gespielter, aber allzu klischeehafter und inhaltlich überladener Thriller. Der einzige Glanzpunkt von "5 Frauen" bleibt die hervorragende Bildgestaltung von Clemens Baumeister, dessen atmosphärische Aufnahmen faszinieren.





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