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Kritik: Dancing Beethoven (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Arantxa Aguirres Dokumentarfilm wagt mehr als nur einen Spagat: Die Regisseurin und Drehbuchautorin zeigt in "Dancing Beethoven" nämlich nicht nur, wie durch hartes Proben schließlich ein Ballettstück für die Bühne entsteht, sondern schweift aus lustvolle Weise immer wieder ab. Der Alltag der Tänzer vermischt sich da ungezwungen mit politischen Kommentaren, philosophischen Gedanken sowie kleinen kulturgeschichtlichen Lektionen.

Der Zuschauer sowie die Montage müssen hier ganz schön auf Trab sein, um mitzuhalten. "Dancing Beethoven" pendelt mit einem Schnitt zwischen der Schweiz und Japan, es wird im schnellen Wechsel Französisch, Japanisch, Englisch und Spanisch gesprochen und was es mit der Interviewerin Malya Roman auf sich hat, wird erst spät preisgegeben.

So entfaltet sich nach und nach ein buntes Kaleidoskop, dem mitunter ein wenig der rote Faden fehlt. Die verspielte Leichtigkeit des Films lässt darüber jedoch hinwegsehen und tröstet mit spannenden Einblicken sowie anregenden inszenatorischen Ideen. Die 80 Minuten Laufzeit vergehen zudem so schnell, dass man sich bisweilen wünscht, Aguirre würde einzelnen Momenten noch ein wenig mehr Raum geben.

Fazit: Arantxa Aguirres Dokumentarfilm bietet ein buntes Kaleidoskop aus Ballettalltag, politischem Kommentar sowie kulturhistorischen Lektionen. Mitunter fehlt "Dancing Beethoven" dabei zwar der rote Faden, aber darüber trösten die Leichtigkeit der Inszenierung sowie die Fülle an Ideen hinweg.





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