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The Chinese Lives of Uli Sigg
The Chinese Lives of Uli Sigg
© One Filmverleih

Kritik: The Chinese Lives of Uli Sigg (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Im Grunde ist Michael Schindhelms "The Chinese Lives of Uli Sigg" ein typischer Porträtfilm: Der Protagonist selber gibt gemeinsam mit Wegbegleitern in Interviewsequenzen Auskunft über sein Leben, das chronologisch für das Publikum aufbereitet wird. Aus zahlreichen Anekdoten wird so im Zusammenspiel mit Archivaufnahmen ein informativer Einblick in die Geschichte und Kunstwelt Chinas seit den 1980er-Jahren, stets gefärbt durch Uli Siggs persönliche Erfahrungen.

Langeweile kommt dabei trotz der konventionellen Machart nicht auf: Die technische Umsetzung – bemerkenswert sind hier vor allem Bild- und Tondesign – ist auf hohem Niveau, Sigg ein charismatischer Erzähler und die Themen, die der Film anspricht, auch für Kunstbanausen interessant. Besonders zu Beginn, wenn Sigg von seinen ersten Berührungen mit der chinesischen Kultur sowie den Erlebnissen bei der Gründung eines Joint Ventures berichtet, kann "The Chinese Lives of Uli Sigg" fesseln.

Dennoch bleibt Schindhelms Dokumentarfilm mitunter zu oberflächlich. Der Blick auf den Protagonisten ist unkritisch und viele seiner bekannten Weggefährten, darunter Unternehmer, Künstler, Architekten und Kuratoren, kommen nur kurz zu Wort. Als grober Überblick über die Person Sigg und die Situation der zeitgenössischen chinesischen Kunst mögen diese 90 Minuten sicherlich genügen, wer jedoch ein tiefgehende Auseinandersetzung erwartet, wird enttäuscht werden.

Fazit: Michael Schindhelms Dokumentarfilm porträtiert auf konventionelle, aber niemals langweilige Weise den Kunstsammler Uli Sigg und dessen Beziehung zu China. So informativ und fesselnd "The Chinese Lives of Uli Sigg" mitunter auch sein mag, der Film bietet letztlich bloß einen recht oberflächlichen Überblick statt einer tiefgehenden Auseinandersetzung.





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