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Wer ist Mr. Cutty? (1996)

The Associate

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.6 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Das Leben in der Männer-Geldwelt um Wall Street ist eigentlich gar nicht zum Lachen: Laurel erledigt die Arbeit mit Bravour, die Lorbeeren ernten Kerle neben und über ihr. Eine sehr charakteristische Besprechung findet in "lockerer Umgebung" statt: Während Laurel mit Zahlen jongliert, haben die Geschäftspartner nur Augen für die Talente der Striptänzerinnen. Daß Laurel nette Geschenke einkaufen soll, während der Partner mit dem Chef Essen geht, gehört nur zu den offensichtlichsten der miesen Tricks vom Männer-Club. Irgendwann reicht es der klugen Unternehmensberaterin, sie macht sich mit dem Einsatz von Vaters Haus selbständig. Laurel glaubt an sich, erhält aber trotz sehr guter Investitionskonzepte nur Absagen. Als jedoch zufällig ein imaginärer männlicher Partner ins Gespräch kommt, läuft das Geschäft plötzlich. Nach einer Scotch-Marke nennt Laurel ihr Phantom Robert S. Cutty und schafft ihm über moderne und klassische Gerüchteküchen eine sehr maskuline Identität. Jetzt geht Laurel auch auf die "Spiel"-Regeln der Männer ein, denen eine Golfpartie oder die Eishockeykarten wichtiger sind als gute Geschäftsideen. Die folgende Erfolgswelle ist unglaublich. Selbst Donald Trump muß (leibhaftig) im Restaurant hinten anstehen. Doch die Schöpfung, die jeder sehen will, gewinnt ein absurdes eigenes Leben: Die Times wählt Cutty zum Mann des Jahres, eine Frau will bald sein Kind in die Welt bringen. Schließlich verliert Laurel die Kontrolle über Cutty.
Der komische Kampf mit den Waffen der Frauen reicht nicht aus. In einer großen Verkleidungsnummer muß Cutty herbeigezaubert werden. Ein Maskenbildner, der Freund von Mrs. Doubtfire und anderer Rollenspiele, hilft aus. Das Ergebnis: Ein Marlon Brando-Imitat, das zuviel Bounty gegessen hat. Whoopi Goldberg spielt hervorragend einen weiteren She-Devil, die Teufelin für Börsen- und Finanz-Buben. Im winterlichen New York dick eingemümmelt, zeigt sie brillanten Verstand statt tiefes Dekolleté. Zudem ist sie schwarz, eher "vollschlank" und ihre üppige Mähnenfrisur entspricht nicht unbedingt dem neuesten Trend. Dianne Wiest krönt den schauspielerischen Genuß: Mit hellen, wachen Augen legt sie eine äußerst vergnügliche Sekretärin auf die Leinwand. Im Gegensatz zur kompetenten aber naiven Laurel, weiß die unauffällige Sally genau was abgeht.

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Die Schlußrede ist ein großes Zeichen, das weit über den Film hinausweist: Die schwarze Frau mit Rasta-Frisur zeigt Zähne und räumt den senilen Club weißer Herren auf. Der Starke Frauen-Film tritt mutiger auf als viele der neuen Filme mit "schwarzen Ladies" ("Waiting to exhale", "Rendezvous mit einem Engel", "Set it off"). Im Schlußwort nach dem Abspann betont Whoopi noch einmal: "Ich werde für [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Komödie
Länge: 113 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 17.04.1997
Regie: Donald Petrie
Darsteller: Whoopi Goldberg, Eli Wallach, Dianne Wiest
Verleih: Buena Vista




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