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That Thing You Do! (1996)

Die Band ist längst gegründet, was jetzt noch fehlt, ist ein zündender Name.User-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse

Die Band ist längst gegründet, was jetzt noch fehlt, ist ein zündender Name. Erie, Pennsylvania, im Jahr 1964: Vier Jungs in engen Polyesterhosen und mit Fassonschnitt sitzen in einer verräucherten Kneipe und überlegen fieberhaft, wie sie ihre Gruppe nennen sollen. Eile ist geboten, denn in Kürze werden die Hobbymusiker aus der verschlafenen Kleinstadt ihren ersten wirklich bedeutenden Auftritt haben: bei einem College-Musikwettbewerb. Einer von ihnen schlägt den Namen The Wonders vor. Die Idee wird mangels überzeugender Alternativen akzeptiert. Doch Jimmy (Johnathon Schaech), der Leadsänger und Komponist, besteht darauf, daß wenigstens die Schreibweise des einfallslosen Namens aus dem Rahmen fällt. Und so schreibt sich die Gruppe fortan The Oneders, was bei Nicht-Eingeweihten unvermeidlich zur fehlerhaften Aussprache des Bandnamens führt.

Das mag nerven, doch wirklich schlimm ist nur, daß sich Chad (Giovanni Ribisi), der Schlagzeuger, wenige Tage vor der Talentshow die Hand bricht. Die Panik der restlichen Bandmitglieder hält sich dennoch in Grenzen, da sie schnell Ersatz finden: Guy Patterson (Tom Everett Scott), der als Verkäufer im Elektroladen seines Vaters arbeitet und abends im heimischen Keller selbstvergessen auf seinem Schlagzeug trommelt, springt begeistert für Chad ein. Nach ein paar Proben steht fest, daß die Gruppe mit dem brandneuen Ersatzmann nicht untergehen wird. Im Gegenteil: Als Guy während ihres College-Auftritts das Tempo beim eher ruhigen Erkennungssong der Band, "That Thing You Do!", anzieht, gerät das junge Publikum in Verzückung. Beifallsstürme, Toben und Trampeln, und dann die einstimmige Entscheidung der Jury: The Oneders gewinnen den ersten Preis. Und nicht nur das ? noch am selben Abend werden sie für ihren ersten bezahlten Auftritt verpflichtet. Als Lokalgröße machen die Oneders eine bescheidene Karriere. Ihr Steckenpferd zum Beruf zu machen, käme den Jungs trotzdem nicht in den Sinn.
In der Traumfabrik kommt es dann zu ersten Streitereien und Unstimmigkeiten. Die Musiker aus der Provinz sind selbst am meisten überrascht von ihrem Erfolg ? Zeit zu lernen, wie man mit seinen Konsequenzen umgeht, hatten sie natürlich keine. Nach den Dreharbeiten, die für Jimmy, Guy und ihre Kumpel eine einzige Qual sind, steht als nächster Termin der erste Auftritt der Wonders in einer nationalen Fernsehshow an. Der droht zu platzen, als sich ihr Bassgitarrist (Ethan Embry) mit ein paar Marines auf Landurlaub anfreundet und den TV-Termin bei einem Ausflug nach Disneyland völlig verschwitzt.

Zwar gelingt es in letzter Sekunde, einen Ersatzmann aufzutreiben, doch spätestens von diesem Moment an sind die Wonders nicht mehr das, was sie mal waren. Kaum haben sie die Fernsehshow absolviert ? übrigens mit Riesenerfolg ?, beendet Jimmy überraschend und ziemlich herzlos seine Beziehung zu Faye. Wenig später, bei Plattenaufnahmen im Tonstudio, kommt es zum Eklat, als Mr. White darauf besteht, daß die Band nicht nur Eigenkompositionen, sondern auch fremde Songs spielt. Jimmy wird wütend, schmeißt alles hin und verläßt die Wonders.

Lenny (Steve Zahn), der Gitarrist, setzt sich ebenfalls ab und heiratet ein Mädchen aus L.A. bei einer Blitztrauung in Las Vegas. Von der Originalbesetzung bleibt nur noch Guy übrig. Als er, allein im Tonstudio, traurig und gedankenverloren auf dem Schlagzeug spielt, kommt unerwartet sein Idol, der schwarze Jazzmusiker Del Paxton (Bill Cobbs), herein. Das Nachwuchstalent und der alte Showbiz-Hase, die sich ein paar Tage zuvor zufällig in einer Bar kennengelernt hatten, machen spontan eine Jamsession, die ein Tontechniker auf Band verewigt.

Und dann ist da noch Faye, die eigentlich nach Erie zurückkehren will, um das verrückte letzte halbe Jahr ? den sagenhaften Höhenflug und den jähen Absturz der Band ? zu verarbeiten. Den Mut, sich einzugestehen, daß sie für Guy mehr empfindet als für einen guten Freund, hat sie noch nicht gefunden. Guy natürlich auch nicht...

Infos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Musik
FSK: 6
Kinostart: 23.01.1997
Regie: Tom Hanks
Darsteller: Charlize Theron, Obba Babatundé, Johnathon Schaech






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