In den USA ist dieser Thriller bis heute nicht in die Kinos gelangt - aus gutem Grund. Unfreiwillig komisch, unglaubwürdig und brutal kommt dieser Stallone-Reißer um einen Serienmörder in einer Entzugsklinik daher...
Inhalt
FBI Agent Jake Malloy ist völlig am Boden zerstört: Er hat bereits mehrere seiner Kollegen verloren, die Opfer eines grausamen Serienmörders wurden. Als auch seine Freundin Mary dem Mörder zum Opfer fällt, dreht er vollends durch: Ihn plagen plagen heftige Schuldgefühle, die er versucht, mit Alkohol zu betäuben. Sein Freund Charlie Hendricks schlägt ihm eine Entziehungskur in einem eigens für Polizisten eingerichteten Therapiezentrum vor. Doch das Zentrum ist die letzte Anlaufstation für gestrauchelte Cops, mitten in der eisigen Wildnis von Wyoming und geführt von dem ehemaligen Polizeiarzt Doc, dem Assistenten Hank und der Psychiaterin Jenny. Malloy kommt in die Entzugsklinik, in einen ehemaligen Bunker. Die Leiter der Klinik lassen keinen Zweifel aufkommen, dass sie hier kaum mehr als Häftlinge sind. Und aus der Therapie in der Einsamkeit der eisigen Hölle wird unversehens ein Kampf auf Leben und Tod: Ein plötzlich aufkommender Schneesturm schneidet sie völlig von der Außenwelt ab. Als die Anwesenden einer nach dem anderen einen gewaltsamen Tod finden und Malloys Alpträume zur Realität werden, ist ihm klar, dass er auch hier seine Vergangenheit nicht abschütteln und dem unheimlichen Mörder nicht entkommen kann...
FBI-Mann Jake Malloy (Sylvester Stallone) jagt
einen Serienmörder. Bei einem Einsatz in
diesem Fall muss er vor Ort durchs Telefon
miterleben, wie seine Verlobte diesem Killer
zum Opfer fällt. Dabei erfährt Malloy, dass der
Killer eigentlich hinter ihm her ist. Er zerbricht,
verliert seinen Lebensmut und fängt an zu
trinken. Erst sein Kumpel Charlie (Charles S.
Dutton) kann ihn zu einer Entziehungskur
überreden. In einem zu einer
Entziehungsklinik für ehemalige Polizisten
umgebauten Militärbunker versucht er, wieder
zu sich zu finden. Aber selbst hier, in der
Einsamkeit der schneebedeckten Berge von
Wyoming, lässt ihn der Killer nicht in Ruhe.
Was mit hoher Spannung beginnt, wird
schnell zur lahmen Serienmetzelei, in der es
dem Zuschauer vorkommt, als würde der
Killer am Ende nur deshalb enttarnt, weil nur
noch wenige der Insassen übrig bleiben und
man somit einfach zum Ende kommen muss.
Außerdem scheiden für den einigermaßen
aufmerksamen Zuschauer schon schnell
mehrere Personengruppen aus, weil der
Bösewicht schon früh teilweise zu sehen ist.
Weniger Licht und mehr Schatten hätten hier
den Spannungsfaktor um einiges erhöht.
Selbst der Schneesturm, der das
Therapiezentrum von der Aussenwelt
abschneidet, kommt spätestens seit Stanley
Kubricks "Shining" so überraschend wie die
"Lindenstraße" am Sonntagabend um 18:40
Uhr. Geboten werden konstruierte Dialoge
und das zu erwartende blutige Ende.
Stallone wirkt zwar bemüht, kann aber an
seine Leistung in "Cop Land" nicht anknüpfen,
was nicht zuletzt an den schwachen Dialogen
der voraussehbaren Handlung liegt.
Es bleibt eine mäßige "Scream"-Kopie im
"Shining"-Look mit Stallone-Faktor!