Der Film erzählt die wahre Geschichte der Freundschaft zwischen dem Football-Trainer einer High School und seinem Schützling, dem geistig etwas langsamen "Radio"...
Inhalt
In dem verschlafenen kleinen Städtchen Anderson im US-Bundesstaat South Carolina sind die Siege und Niederlagen des High-School-Football-Teams willkommener Gesprächsstoff. Nach jedem Spiel diskutiert Trainer Harold Jones (ED HARRIS), in Anderson eine beliebte Respektsfigur, bei einer guten Tasse Kaffee im örtlichen Barber Shop mit den Kleinstadt-Honoratioren Strategie und Taktik.
Im alltäglichen Straßenbild von Anderson ist der junge James Robert Kennedy (CUBA GOODING, JR.) fester Bestandteil. Er trägt wegen seiner Sammelleidenschaft für alte Radios und seiner Liebe zur Musik den Spitznamen "Radio". Seine Mutter (S. EPATHA MERKERSON) beschreibt den geistig ein wenig zurückgebliebenen Radio als "genau wie alle anderen, nur ein wenig langsamer als die meisten".
Als Trainer Jones eines Tages Radio zu seinem Schützling macht und ihm einen festen Platz als Trainingsgehilfe in dem Football-Team, ja sogar als "Schüler ehrenhalber" in der High School anbietet, ist nicht nur die Schuldirektorin Daniels (ALFRE WOODARD) irritiert. Trainer Jones muss die wachsende Freundschaft mit Radio, der selbst seine Frau Linda (DEBRA WINGER) und seine Tochter Mary Helen (SARAH DREW) von Jones verständnislos gegenüberstehen, gegen zementierte Vorurteile und Widerstände innerhalb der Gemeinde verteidigen.
Doch die Freundschaft mit Radio, dessen unschuldige Lebenslust ansteckend wirkt, wird Anderson und seine Bewohner für immer verändern ...
Geschichte der Freundschaft eines Trainers und eines geistig behinderten Studenten
In den Worten vonBlickpunkt:Film ist dies ein "bewegendes Footballdrama, das die Geschichte der Freundschaft eines Trainers und eines geistig behinderten Studenten erzählt". Michael Kohler vom Filmdienst meint, man müsse "eine gewisse Nachsicht gegenüber Pathos und Sentimentalität" schon mitbringen, aber zumindest leide der Film nicht an "Erbauungskitsch". Kohler schreibt: "Zu keinem Zeitpunkt wirkt Radio wie ein Maskottchen im dramaturgischen Spiel, und auch wenn sich der eine oder andere Konflikt etwas zu leicht in Wohlgefallen auflöst, hat man doch nie das Gefühl, den tatsächlichen Ereignissen würde hier gewaltsam auf die Sprünge geholfen." Alles in allem sei der Film "eine Hommage an das kleinstädtische Amerika, in dessen Mitte, so die Sage, die wahren Werte des Sports gedeihen." Philipp Bühler von der taz lässt kein gutes Haar an dem Film. Er spricht von einer "rührselige(n) Behindertenschnulze" mit "klebrige(m) Score". Regisseur setze, so Bühler, auf "Manipulation statt Information", aber der "traurigste Abstieg" sei der von Debra Winger. "Alle Schaltjahre macht diese fabelhafte Schauspielerin einen Film. Und hat nun in der vernachlässigten Rolle der vernachlässigten Ehefrau des Trainers ihr Comeback."