Historiendrama von Edward Zwick mit Daniel Craig, nach der wahren Geschichte dreier Brüder, die in einem weißrussischen Wald über tausend Juden vor den Nazis retteten
Inhalt
1941. Osteuropäische Juden werden zu Tausenden ermordet. Die Bielski-Brüder suchen Zuflucht vor dem sicheren Tod im nahe gelegenen Wald, den sie seit ihrer Kindheit kennen. Von dort aus beginnen sie einen verzweifelten Kampf gegen die Nazis, bei dem es zunächst nur um ihr eigenes Überleben geht. Aber als sich die Kunde ihres Mutes in der Bevölkerung verbreitet, treffen immer mehr jüdische Landsleute im Wald ein: Männer, Frauen, Junge und Alte sind auf der verzweifelten Suche nach Hilfe - und finden sie im Lager der Partisanen. Doch auch hier gibt es Probleme: Anführer Tuvia Bielski (Daniel Craig) wird misstrauisch beäugt von seinem Bruder Zus (Liev Schreiber), der befürchtet, Tuvias idealistische Pläne könnten alle ins Verderben stürzen. Zwischen den rivalisierenden Brüdern versucht der jüngste Bruder Asael (Jamie Bell) zu vermitteln. Im brutalen weißrussischen Winter wächst die Gemeinschaft stärker zusammen und gibt die Hoffnung auch dann nicht auf, als alle Menschlichkeit verloren scheint...
8martin vom 16.01.2012 In diesem Film steht der Überlebenskampf jüdischer Russen, die in die Wälder des Landes vor den Deutschen geflohen sind, im Mittelpunkt. Vom 2. Weltkrieg selbst bekommt man wenig mit, scheint wohl überflüssig zu sein. Der Fokus liegt bei den Brüdern Bielski. Und hier vor allem auf dem Gegensatz von Tuvia (Daniel Craig) und Zuv (Liev Schreiber). Der letztere ist der emotionale Kämpfer, der radikal jedweden Widerstand eliminiert. Tuvia dagegen ist der Kommandant, der charismatische Führer, der überlegt und besonnen handelt. Er setzt auch in seinen Reden die staatsmännischen Akzente ?Sollten wir sterben, sterben wir wenigstens als Menschen?. Es geht um Autorität und um die Frage, wer ist der eigentliche Führer? Auf beide Brüder passt die Aussage des Titels. Sie gehen ihren Weg, auch wenn sie sich vorübergehend trennen. Das jüdische Element kommt in pointierten Dialogen zum Ausdruck wie: ?Ein Jude kann nicht kämpfen, nicht trinken, nur sterben. Du gehst mir auf den Geist, also bin ich?. Es fehlt an Höhepunkten, obwohl ganz schön viel los ist. Die etwas aufgesetzte Love Story - auch in anderen Farben gehalten: gelb-braun statt der sonst grünen Grautöne - ist wohl nur dazu da, um mit Alexa Davalos einen optischen Hingucker einzuschieben. Da bringt sich der inzwischen erwachsen gewordene Jamie-Billie-Elliot-Bell schon besser ein. Wir sehen jede Menge menschliches Leid und wundern uns nicht über das gute Ende. Ja so war das Halt. Vorbei ist vorbei!
crank vom 26.05.2009 Schwere Kost! Obwohl in Hollywood zubereitet, durchaus verdaulich. Allerdings nicht ohne Bauchweh! 8 Punkte