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Eine zweite Chance

Userwertung 8/10

Hope Floats

Birdee Calvert, gespielt von Sandra Bullock ("Während du schliefst"), steht vor den Scherben ihrer Ehe.
Inhalt
  • Birdee Calvert, gespielt von Sandra Bullock ("Während du schliefst"), steht vor den Scherben ihrer Ehe. Verzweifelt und mit gebrochenem Herzen packt sie ihre Sachen und geht mit ihrer Tochter zurück in ihre alte Heimatstadt Smithville in Texas, zu ihrer exzentrischen Mutter Ramona, dargestellt von Gena Rowlands ("Gloria", "Eine andere Frau"). Dort gerät sie, die ehemalige Miss High-School und ihre Tochter in ein emotionales Chaos, doch schließlich entdeckt sie wieder ein paar Dinge, die sie schon beinahe völlig aufgegeben hätte: Liebe, Akzeptanz, ein vielversprechendes Leben und vor allem Hoffnung.
Credits
Filmkritik
  • Sicherlich hatte Sandra Bullock nach ihrem "Speed 2"-Debakel eine zweite Chance verdient - sie hätte sie nutzen sollen! "Eine zweite Chance" nämlich ist eine mißratene Mischung aus konstruierter Romanze und verkitschtem Melodram, deren kolossale Schmalzigkeit bei sensiblen Zuschauern ein ähnliches Unwohlsein erzeugen könnte wie die über die Leinwand verteilten Innereien von Spielbergs "Soldat James Ryan".

    Anfangs gibt es noch Grund zur Hoffnung: Indem der auch als Schauspieler bekannte Regisseur Forest Whitaker ("Warten auf Mr. Right") die perverse Unterhaltungskultur hysterischer Nachmittags-Talkshows demonstriert, scheint er zunächst die Richtung einer komischem Satire einschlagen zu wollen. Zu früh gefreut: Kurz darauf versenkt er seinen Film im Sumpf eines schwülstigen Zuckergußdramas.

    Sandra Bullock verkörpert mit Birdee Pruitt eine von ihrem verkommenen Ehemann betrogene Ex-Cheerleaderin. In der Kleinstadt auf sich allein gestellt, bekommt sie rasch die Gemeinheiten ihrer weniger hübschen, dafür aber ungleich besser qualifizierten Umwelt zu spüren: Nicht nur Talkshows können grausam sein...

    Zu einem ausgewachsenen Schmachtfetzen aber gehört noch mehr: Papi hat Alzheimer, Mami ein schwaches Herz, und Töchterchen Bernice - vom Drehbuch ursprünglich als Sympathieträger konzipiert - entpuppt sich als garstige Nervensäge, deren Penetranz im Verlauf des Films vor allem die Geduld der Zuschauer strapaziert.

    Die Oberflächlichkeit der Charaktere und die Vorhersehbarkeit der Handlung führen dazu, daß man letztlich an beiden das Interesse verliert. Denn während sich die Protagonisten am Ende in den Armen liegen, ist die hoffnungsfrohe Botschaft des Streifens von Anfang an klar: "Das Leben geht weiter." Sogar nach diesem Film.

    Rico Pfirstinger


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