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Lang lebe Ned Devine
Lang lebe Ned Devine
© Studiocanal

Kritik: Lang lebe Ned Devine (1998)


Die Einwohner eines irischen 52-Seelen Dorfes im Lottofieber: Höchst britisch, mit viel Humor, noch mehr Guinness und liebenswerter Schrulligkeit erobert Kirk Jones spielerisch die Herzen der Zuschauer. Mit erfrischend schwarz-humorigen Ideen zeigt er vergnüglich, wie sehr die Macht des Geldes auch die abgelegensten Regionen, die noch nie eine Glücksfee der Lottogesellschaft betreten hat, dominiert.
Vor der herb-pittoresken Küstenlandschaft Irlands entwirft Jones einen Mikrokosmos der Gesellschaft, dessen Figuren bereits jenseits der 60-Jahr-Grenze zurückgelassen von ihren Kindern in ländlicher Armut leben und dennoch vor Lebenslust strotzen. Die herzhaften Klischees überspielt der gebürtige Engländer mit bestens aufgelegten Schauspielern, die sich verschworen haben, um die materialistischen Freuden untereinander aufzuteilen – und dabei ohne zu zögern über die Leiche ihres Freundes steigen.
Das Geldfieber löst die seltsamsten Symptome aus: Ein nackter Mann auf seinem Motorrad ist das kurioseste Beispiel – so kurios, daß es gleich zweimal zur Anwendung kommt, oder eine kollektive Unterschriftenaktion für den Lottobetrug. Letztendlich landet "Lang lebe Ned Devine" dort, wo es der an einen Trinkspruch angelehnte Filmtitel suggeriert: beim Feiern im Pub.





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