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Robert Carlyle - Ravenous - Friß oder Stirb
Robert Carlyle - Ravenous - Friß oder Stirb
© 20th Century Fox

Ravenous - Friß oder Stirb (1999)

Ravenous

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich Mitte des 19. Jh. ereignete: Im Jahre 1847 wird eine Gruppe von Siedlern auf dem Weg nach Kalifornien auf dem Donner-Pass von einer Schneelawine überrascht.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.4 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Für mehrere Monate bleiben sie dort eingeschlossen, zwischen den unüberwindbaren Bergen. Um zu überleben, greifen sie schließlich zu einem extremen Mittel: Sie ernähren sich von den Verstorbenen.
Captain John Boyd, Kommandant Hart, Toffler, der Whiskey-liebende Doc Knox, der Soldat Reich und der Koch Cleaves bilden diese kleine Gruppe, zu denen sich, in ihrer ausweglosen Situation - gefangen in einer Hütte auf der Sierra Nevada -, der merkwürdige Colqhoun gesellt.
Colqhouns Geschichten bringen durch die bizarrsten und unglaublichsten Erlebnisse, die er in lebendiger Art schildert, die Gemüter der Zuhörer zum Erschüttern - seine Legenden, die sich ausschließlich um Kannibalismus drehen, der Bezug zu einem alten indianischen Mythos, der Weendigo genannt wird, und Colqhouns geheimnisvolle Wesensart, lassen die Männer mißtrauisch werden. Wie sich bald herausstellen wird, nicht zu Unrecht...

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Filmkritik

Nur für eingeschworene Genrefans lohnt sich diese krude Kannibalenkomödie, die Handlungsort und –Zeit in den wilden Westen verlegt hat. Trotz hehrer kritischer Ambitionen versagt “Ravenous“ als ernstzunehmendes Werk, sondern fungiert als Spaß-Katalysator für einen amüsanten Kinoabend.
Wenn ein Regisseur im Vorfeld ersetzt wird, heißt das nichts gutes. Antonia Bird (“Der Priester“) sprang für Milcho Manchevski ein und kombinierte unvereinbare Zutaten für eine blutrote Fleischbrühe: die Handlung des Kannibalen-Schockers findet zur Zeit des Wilden Westens statt und schmückt sich mit grimmigem Humor und platten Slapstickeinlagen. Anvisierte Kritikpunkte wie Indianermythologie, Kriegsverdammung und die Fehler der Zivilisation verfehlt der verschwenderisch besetzte Nonsens völlig. Getrennt betrachtet von Gusto, Aussage und Relevanz bietet “Ravenous“ aber als amoklaufende Albernheit genügend Kurzweil für einen Kinoabend mit viel Bier und guten Freunden.
Weniger schockierend als despektierlich präsentiert sich die Komödie, die Kannibalen als eine Art Vampire betrachtet, die vom Fleisch ihrer Opfer übermenschliche Kraft gewinnen – leider ebenfalls ein nur rudimentär ausgearbeiteter Punkt. Die saloppe Musik von Michaeel Nyman (“Das Piano“) gibt den klamaukhaften Ton an, der angesehenen Schauspielern die Tour vermasselt. Neben dem Starduo Guy Pearce und Robert Carlyle verstecken sich David Arquette (“Scream“-Trilogie), Jeremy Davies (“Nell“), Jeffrey Jones (“Ed Wood“) und John Spencer (“Verhandlungssache“) in Nebenrollen, um rechtzeitig im Suppentopf zu landen. Angesichts Birds barbarischer Mittel erstaunt es, dass “Ravenous“ trotz bescheidener Umsetzung noch einigermaßen unterhält.




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Land: Tschechien, Slowakei, Mexiko, Großbritannien, USA
Jahr: 1999
Länge: 98 Minuten
FSK: 18
Kinostart: 25.11.1999
Regie: Antonia Bird
Darsteller: Robert Carlyle, David Arquette, Guy Pearce
Verleih: 20th Century Fox

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