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Place Vendôme - Heiße Diamanten
Place Vendôme - Heiße Diamanten
© Prokino

Kritik: Place Vendôme - Heiße Diamanten (1998)


Um es gleich vorweg zu sagen: Der Film ist anstrengend und eindeutig zu lang. Wer aber die nötig Wachheit und Ausdauer mitbringt, wird belohnt durch Catherine Deneuves atemberaubend intensive Charakterstudie einer alkoholkranken Frau in einem selten gesehenen Milieu.
In "Place Vendôme", benannt nach dem Platz, an dem das Juweliergeschäft Malivert steht, geht es um Juwelen. Aber einmal nicht um die Schönen und Reichen, die sie tragen, oder die Kriminellen, die sie rauben, sondern um die, die professionell mit ihnen zu tun haben: Diamantenhändler.
Drehbuchautorin und Regisseurin Nicole Garcia entwirft eine faszinierende Welt aus Schein und Sein, in die der Zuschauer Einblick gewinnt und die dennoch bis zum Ende seltsam unwirklich bleibt. Aber das ist nur der vordergründige Erzählstrang. In erster Linie geht es um den Kampf der depressiven Marianne (Catherine Deneuve), die durch den Selbstmord ihres Mannes aus ihrer alkoholbedingten Lethargie gerissen wird. Sie war vor Jahren selbst erfolgreiche Diamantenhändlerin und muß sich nun vollkommen neu orientieren, im Geschäft und im Verhältnis zu alten und neuen Bekannten.
Und: Es sind noch alte Rechnungen offen, alte Verletzungen. Sie muß einen Schlußstrich ziehen, um neu anfangen zu können. Aber alles scheint sich gegen sie verschworen zu haben. Wer ist Freund, wer Feind? Kann sie ihren Kampf um Würde und persönliches Glück nach all den Jahren doch noch gewinnen? Und wird Nathalie (Emmanuelle Seigner), die jetzt eine ähnliche Position inne hat wie damals Marianne, dieselben Fehler machen?





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