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Kalmans Geheimnis - Poster
Kalmans Geheimnis - Poster
© Buena Vista

Kritik: Kalmans Geheimnis (1998)


"Kalmans Geheimnis" ist das beeindruckende Regiedebüt des holländischen Schauspielers Jeroen Krabbé, der dem breiten Publikum als Bond- und "Auf der Flucht"-Bösewicht bekannt, jedoch auch immer wieder als Charakterdarsteller ("Herr der Gezeiten") auf der Leinwand zu sehen ist. In seiner unkonventionellen Love-Story zwischen einer Studentin (Laura Fraser brilliert in ihrer ersten Kinohauptrolle) und einem kleinen Jungen (überzeugend: Adam Monty) beweist Krabbé Gespür für seine Charaktere sowie ein Auge fürs Detail.

Dabei ist ein sensibler Film mit tollen Schauspielern herausgekommen, der die Schwere seines Themas mit unaufdringlichem Humor und interessanten Nebenfiguren meistert: Max Schell und Marianne Sägebrecht spielen Chajas Eltern und Chaim Topol den weisen Nachbarn Apfelschmitt.

Das seit seiner Premiere auf der Berlinale 1998 mehrfach ausgezeichnete Leinwanddrama erweist sich als Metapher für das Leben, die Gedanken und das Erwachsenwerden einer nach dem Zweiten Weltkrieg geborenen Generation – ein bewegendes Plädoyer für Toleranz und Miteinander, das auf das Predigen von Moral und den erhobenen Zeigefinger Gott sei Dank verzichtet.





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