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The Winslow Boy (1999)

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England, 1912. Arthur Winslow, Oberhaupt der Winslow-Familie, empfängt John Watherstone, der die Winslows aufsucht, um nach der Hand von Tochter Catherine anzuhalten.
Nachdem die ersten Hochzeitspläne geschmiedet wurden, Arthur, seine Frau Grace, John und Catherine und ihr älterer Bruder Dickie im engen Kreis der Familie auf das junge Glück angestoßen haben, erfährt Arthur, daß der jüngste Spross, Ronnie, unerwartet eingetroffen ist. Der junge Navy-Kadett wurde vorzeitig aus dem College in Osbourne nach Hause beordert, da er beschuldigt wird, fünf Schilling gestohlen zu haben.
Ronnie beschwört seine Unschuld, und so nimmt Arthur sich selbst der Sache an, um seinen Sohn zu entlasten. Doch bald muss er feststellen, daß er und auch sein Anwalt, Sir Robert Morton, kaum etwas ausrichten können, wenn es um die Repräsentanten der Krone geht.

Der Vorfall weitet sich nach und nach zu eienr Staatsaffäre aus, die ganz Großbritannien in Atem hält.


Filmkritik

Schon viermal wurde Terence Rattigans Theaterstück "The Winslow Boy" verfilmt. Die fünfte Fassung, vom deutschen Verleih mehrmals verschoben, stammt von Multitalent David Mamet, dessen hoch intelligente Drehbücher ("Die Unbestechlichen") längst Legende sind. Britisch unterkühlt, scharfsinnig und beinahe emotionslos entfaltet sich Mamets Version der wahren Geschichte des 14-jährigen Ronnie Winslow.

Dem hervorragend gespielten Drama sieht man die Bühnenherkunft deutlich an: Fast ausschließlicher Handlungsort ist das Anwesen der Familie Winslow. Mamets Film läuft vielmehr im Kopf des Zuschauers ab – ein Justizfilm ohne eine einzige Szene vor Gericht.

Nigel Hawthorne und Jeremy Northam treiben den Diskurs über Recht und Gerechtigkeit scharfzüngig und mit Wortwitz auf die Spitze: ein reflektiernd-analytisches Kinovergnügen, das man, wie beim Verleih Columbia-Tristar inzwischen leider üblich, nur im englischen Original empfehlen kann.

Fazit: David Mamet erweist sich einmal mehr als Meister des geschliffenen Dialogs: brillant inszeniertes Justizdrama, das ohne eine einzige Gerichtsszene auskommt.





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Land: USA
Jahr: 1999
Genre: Drama
Länge: 110 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 19.10.2000
Regie: David Mamet
Darsteller: Rebecca Pidgeon, Jeremy Northam, Nigel Hawthorne
Verleih: Columbia TriStar

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