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Better Than Chocolate (1999)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Mit "Better Than Chocolate" präsentiert die kanadische Regisseurin Anne Wheeler einen Film über Frauen und Homosexualität, unter dem grundlegenden Aspekt von Freiheit und Akzeptanz.

Maggie arbeitet in einem Buchhandel, dem "Ten Percent Book Store". Als Maggies Mutter Lila nach der gescheiterten Ehe zu ihrer Tochter nach Vancouver zieht, versucht Maggie verzweifelt Lila ihre sexuelle Beziehung zu Kim zu verheimlichen. Dies erweist sich als recht schwierig , da die intimen Augenblicke zwischen Maggie und Kim nicht gerade lautlos von statten gehen, und ständig die Blicke von Maggies 17jährigem Bruder Paul, der mit Lila nach Vancouver kam, hinter den Vorhängen lauern.

Allmählich kommt Lila hinter Maggies Geheimnis, und lernt für sich selbst das Wort Liebe neu zu definieren.

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Filmkritik

"Better Than Chocolate" ist eigentlich eine Feel-Good-Komödie: Reingehen, amüsieren und mit einem heiteren Gemüt wieder rausgehen. Es gibt schöne oder skurrile Figuren vor schönen und interessanten Kulissen in einer Story ohne großen Tiefgang und dazu noch fetzige Musik. Auf der Berlinale war der Film ein Publikumserfolg. Aber es gab keinen der vielen großen und kleinen Preise für den Film, auch keinen Publikumspreis. Warum nur?

Unglücklicherweise möchte der Film mehr sein als "nur" ein Feel-Good-Movie und so ist eine ganze Palette an Themen hineingepackt, die alle in den 101 min. abgehakt sein wollen: Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität, eine frustrierte Mutter, die ihre Sexualität wiederentdeckt, Zensur lesbischer Literatur wegen Obzönität, ein bißchen Safer Sex. Und zwischendrin hüpfen immer wieder ein paar Faschos durchs Bild, die am Ende Sprengsätze werfen. Alles fliegt in die Luft, doch, oh wunder!, niemand ist ernsthaft verletzt, die entsprechenden Paare fallen sich in die Arme und alle sind glücklich. Schließlich ist es doch eine Komödie!

Keines der angerissenen Themen wird in ausreichender Tiefe behandelt, alle Figuren bleiben eindimensional. Anne Wheeler müht sich mit viel Kreativität gegen ein unausgegorenes Drehbuch anzufilmen. Die SchauspielerInnen versuchen ihren Figuren den nötigen Tiefgang zu geben. Besonders Peter Outerbridge als Transsexuelle Judy und Wendy Crewson als Maggie's Mutter begeistern. Trotzdem bleibt am Ende ein schales Gefühl zurück.

Ach, und woher kommt eigentlich der Filmtitel? Das wird klar, wenn Maggie's Mutter unterm Bett eine Kiste mit Sexspielzeugen findet und entschlossen die Schokolade beiseite legt. Sie hat jetzt Besseres zu tun...




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Land: Kanada
Jahr: 1999
Genre: Drama, Komödie
Länge: 101 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 08.07.1999
Regie: Anne Wheeler
Darsteller: Jennifer Griffin, Colleen Wheeler, Wendy Crewson
Verleih: Pro Fun Media, TiMe

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