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Kritik: Sitcom (1998)


Frech, tabulos, provokant: François Ozons Versuch, das biedere, lustfeindliche und durchweg verlogene Genre der Fernseh-Sitcom aufs Kino zu übertragen und dabei auf den Kopf zu stellen, gehört zu den erfreulichen Überraschungen des beginnenden Kinofrühlings. In der surrealen, mitunter sogar kafkaesk anmutenden Darstellung einer Familie, deren bürgerliche Fassade nach und nach zerbröckelt, spiegelt sich der Verlust aller Hemmungen wider, leben verdrängte Gelüste auf: Als der Vater eine Ratte mit nach Hause bringt, nimmt das Unglück seinen Lauf.

Ozon wollte keine Zensur auf sich ausüben und die niedrigsten Instinkte, Vulgäres, Lächerliches und Gefühle ganz ohne läuternde Absichten zeigen - unklar ist indes, was die Zensoren der Freiwilligen Selbstkontrolle dem hierzulande bereits ab 16 freigegebenen Film inzwischen angetan haben, der den Filmjournalisten vor einigen Monaten in der ungeschnittenen Originalfassung gezeigt worden ist. So oder so: Die Ratte ist an allem schuld.




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