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Kritik: Inspektor Gadget (1999)


Bei Disney ist die Welt noch in Ordnung: den Guten sitzt das Herz am rechten Fleck, auch wenn sie aus Kunststoff sind, die Bösen bekommen, was sie verdienen. 77 Minuten kurz und bunt, 77 Minuten lang und nach einem Schema.

Die Herren kennen sich aus in der Filmgeschichte. Ein "Robocop" für Kinder ist das Ergebnis der Inspiartion. Da feiert man ein Wiedersehen mit "Godzilla", "Mission: Impossible" oder auch "High Noon". Hauptsache bunt, laut und schnell. Hauptsache es kracht, pfeift und zischt. Hauptsache kein Dialog länger als fünf Worte, Hauptsache kein falscher Ton trübt die kurzweilige Unbeschwertheit, Hauptsache keine Handlung steht den Effekten im Weg. Denn davon gibt es reichlich.

Matthew Broderick als Nintendo-Columbo ist ein braver Sympathiebolzen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, ein "langer Arm des Gesetzes" mit Minderwertigkeitskomplex. Der charismatische Charaktermime Rupert Everett ist ein klassischer Bösewicht, mit finsteren Absichten, leider ohne Charisma und Charakter. Doch die Figuren sind natürlich nur Stichwortgeber für die ulkigen Spielereien, die den Werbefilm für gimmickbeladenes Kinderspielzeug ausmachen. Bei Disney zu kaufen.

"Inspector Gadget" treibt einem die Tränen in die Augen: der Zielgruppe vor Lachen, den Erwachsenen aus Trauer um den fehlenden Plot. Die Analogie zu "Der Onkel vom Mars" ist unübersehbar: jeglichen Charme der vorliegenden Serie wird in Tricks umgewandelt.




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