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Kritik: Kai Rabe gegen die Vatikankiller (1998)


Geld, Geld und nochmals Geld. Das ist die Filmindustrie. Schillernde Stars mit vielen Leibwächtern, die Millionen von Marken für nur einen einzigen Film einstreichen. Eine große Portion Satire, garniert mit genügend Ironie, daß ist der neue Film von Thomas "Knockin' On Heaven's Door" Jahn. Mit 3,3 Millionen Zuschauer war "Knockin'" einer der erfolgreichsten deutschen Filme 1997. Ob Jahn an diesen Erfolg mit seinem zweiten Film anknüpfen kann, bleibt den Kinozuschauern überlassen. Zu wünschen wäre es ihm auf jeden Fall, ist "Kai Rabe" doch auch diesmal einer der besten Filme des (ausgehenden) Jahres.
Besonders die beiden, in schwarz gekleideten, Leibwächter erinnern an den Vorläufer.

Inhaltlich rechnet der Streifen mit allen Filmklischees ab. Der egozentrische Star, der labile Regisseur und der publicitysüchtige Produzent (Heinz Hönig), alle kriegen ihren Fett weg. Der Film hat neben der originellen und witzigen Handlung auch ein Schauspielergespann zu bieten, daß wie ein perfektes Team zusammenpaßt. Und wenn die geldgeile Managerin von Kai Rabe (Hannelore Elsner) mit dem schmierigen Produzenten um eine höhere Gage für ihren Star pokert, bemerkt der Zuschauer, daß wohl in jeder erfundenen Geschichte ein Funken Wahrheit steckt. Und wenn Kai Rabe nach einem beinahe Nervenzusammenbruch in einer Hitlerähnlichen Rede die gesamte Filmcrew neu zu motivieren sucht, steht eins auf jeden Fall fest: Thomas Jahn weiß nicht nur, wie man gute Drehbücher schreibt, sondern auch, wie man diese Treffsicher und lässig inszeniert.

Wer auf witzige Satire steht, ist mit "Kai Rabe" bestens bedient. Auch allen anderen sei der Film ans Herz gelegt, ist er doch einer der besten deutschen Filme und daher absolut sehenswert.





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