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End of Days - Nacht ohne Morgen
End of Days - Nacht ohne Morgen

Kritik: End of Days - Nacht ohne Morgen (1999)


Selbst in den bibelfesten USA gibt es nicht allzu viele, die diesen Streifen für gelungen halten. Peter Hyams' endzeitlicher K(r)ampf zwischen dem Teufel (Gabriel Byrne stiftet ihm seinen Körper) und einem abgehalfterten Sicherheitsbeamten (Arnold heult, das Publikum lacht) ist ein mit religiösem Mumpitz überladener Verschnitt von "Terminator 2" und anderen alten Schwarzenegger-Streifen – ein unfreiwillig komisches Monument des "fin de siècle", das mehr über das bigotte, heuchlerische und lustfeindliche Amerika verrät als manche Studie angesehener Soziologen.

Satan ist ein Verführer und hat – wie furchtbar – nicht etwa Zerstörung, sondern Sex im Kopf! Byrnes elegante Darstellung des Höllenfürsten lässt zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer auf die missratene Inszenierung fallen, die von Logikfehlern, abgenutzten Actionszenen (alles schon mal dagewesen) und dümmlichen Dialogen überschattet wird. Doch dann erfolgt die virtuelle Kastration des Arnold Schwarzenegger, der die Coolness früherer Tage auf dem Altar der Kinoleinwand opfert und das Millennium als waffenloser Wimmernder mit einem Suizid beschließt.

Pfui Teufel!





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