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Kritik: Lake Placid - Es ist schneller als dein Schrei (1999)


Der prägnante Inhalt läßt Schockeffekte, ein erbärmliches Szenario und platten Ökohorror vermuten. Da fallen einem Titel wie "Alligator" oder "Piranha" ein. Doch Regisseur Steve Miner, der vor fast zwei Jahrzehnten Teile der berüchtigten "Freitag, der 13."-Reihe auf den Zuschauer losließ, verschont uns mit verkrampfter Strenge. Seit dem bierernsten Jubiläums-Slasher "Halloween H20" darf wieder gelacht werden.

Besonders das verspielte und in seinen Dialogen aberwitzig-makabre Drehbuch von David E. Kelly trägt zum lässigen Camp-Stil der ungeheuer komischen Parodie bei. Dessen Erfahrungen als Erfinder von TV-Kult-Serien wie "Ally McBeal" münden in eine charmante Farce, zu deren gelingen Steve Miner leider wenig beiträgt. Routiniert spult er die nur 85 Minuten herunter, ohne dabei Spannung zu erzeugen oder gar die Schauspieler zu fordern. Die transportieren den schnoddrigen Humor dennoch, zumindest die ausgewiesenen Spaßvögel Oliver Platt ("Funny Bones") und "General" Brendan Gleeson. Bridget Fonda und Bill Pullman sind deutlich fehl am Platz – die Studioatmosphäre scheint ihnen zu fehlen.

Statt klassischem Nervenkitzel ("der weiße Hai") oder Hai-Tech-Action ("Deep Blue Sea") also ein augenzwinkerndes Spaßprodukt, das gegen "Tremors" oder "Arachnophobia" gleichwohl chancenlos bleibt. Mit "Lake Placid" schwimmt zwar kein Leckerbissen, aber monstermäßig unterhaltsame Horrorcomdey ins Kino.





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