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Jackie Chan ist Nobody
Jackie Chan ist Nobody
© Splendid Film

Kritik: Jackie Chan ist Nobody (1998)


Nein, ein Nobody ist Jackie Chan gewiß nicht, auch wenn der Meister fernöstlicher Martial-Arts-Komödien in seiner gleichnamigen Regiearbeit (der ersten nach "Rumble in the Bronx") ungewöhnlich lange braucht, um den Film auf Touren zu bringen. Man mag es kaum glauben: Chans nahezu zwei Stunden langes Prügelepos weist tatsächlich Längen auf!

Immerhin: In der zweiten Hälfte der aberwitzigen Agentenjagd, wenn sich der Schauplatz von Afrika nach Rotterdam verlagert, verwandelt Chan die Leinwand wieder in den gewohnten Zirkus aus akrobatischen Stuntparaden, die umso unglaublicher wirken, als der ewig junge Action-Heroe im kommenden April seinen 45. Geburtstag feiert. Höhepunkt des Films ist ein furioser Stunt, bei dem das Multitalent über 20 Stockwerke eines Steildaches hinunter rutscht.

Zu den angenehmen Aspekten der vergleichweise gut ausgestatteten Hongkong-Produktion gehört ihre handwerklich gekonnte Machart: Hang-Sang Poons ("A Chinese Ghost Story") souveräne Kamera, ein gelungenes Timing und der ansehnliche Schnitt helfen dem Film über manch inhaltliche Hürde hinweg. Denn natürlich - und wer hätte etwas anderes erwartet - verzichtet auch "Nobody" auf Logik, Plausibilität und Figuren, die das Niveau einer Laienspielgruppe übertreffen. Und so ist schließlich auch dieses - wie seine Vorgänger keine Sekunde lang ernstzunehmende - Action-Spektakel ein reiner Fanartikel.




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