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Monkeybone (2000)

In den USA kolossal gefloppte Komödie: Comiczeichner Brendan Fraser liegt nach einem Unfall im Koma und findet sich in einer bizarren Zwischenwelt mit seinen Kreaturen wieder. Pubertärer Klamauk, technisch brillant in Szene gesetzt...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Das Leben könnte für den Comic-Zeichner Stu Miley kaum besser sein: er hat den Hit-Comic "Monkeybone" erfunden, der als Cartoon-Fersehserie in ganz Amerika laufen soll. Und er ist glücklich mit seiner hübschen Freundin Julie. Doch eines nachts hat Stu einen Unfall. Während sein Körper im Koma liegt, wandert sein Geist nach "Downtown", in eine Art Übergangsstation zwischen Leben und Tod. Downtown hat eine bizarre Landschaft und ist bevölkert von mystischen Göttern und Kreaturen, die die Alpträume der Lebenden heimsuchen. Stus´alter ego Monkeybone wird dort lebendig und sorgt für Ärger. Währenddessen muss sich Stu bemühen, den Tod auszutricksen- denn er muss schleunigst in die Welt der Lebenden zurückkehren, bevor die Ärzte die Beatmungsmaschine abstellen. Aber Monkeybone hat inzwischen eigene Pläne, die Stus´gefährden könnten...

Filmkritik

Aus einer ungewöhnlichen und originellen Idee macht "Monkeybone" eine banale Geschichte, die den Kampf eines Komikzeichners um die große Liebe gegen seine eigene Kreation erzählt. Dabei hätte der Stoff die Möglichkeit für Großes geboten. Eine psychologische Reise durch die Phantasiewelten des kreativen Genies in Form von Alpträumen wäre möglich gewesen. Statt dessen entschließt sich der Regisseur die Ideen um die Komareise der Belanglosigkeit zu opfern. Für den Charakter des Comiczeichners und dessen Geschichte spielt die Szenerie seiner Alpträume sowie die Tatsache, dass er mit seiner eigenen Kreation und damit einem anderen Teil von sich selbst konfrontiert wird, letztlich keine Rolle. Seine Alptraumwelt ist nur Kulisse für einen Abenteuerplot. Nichts ist ein Zeichen oder würde auf irgend etwas hindeuten. Damit bleiben die Skurilitäten in herzloser Selbstzweckhaftigkeit stecken. Sie sind kalt kalkulierte Mahner eines Kinos der reinen unverbundenen Ideenansammlung. Das wäre ja noch erträglich, wenn neben dem verschenkten Thema wenigstens das konventionelle Geschehen spannend oder amüsant in Szene gesetzt würde. Aber auch dabei versagt "Monkeybone", wenn man eine in einen Menschen gefahrene Comicaffenfigur beobachten darf, die ständig geil ist, und zwar auf Frauen sowie Geld. So plätschert die Auseinandersetzung der beiden Hauptfiguren Comiczeichner und sein Geschöpf) in einer seltsamen Mischung aus Langeweile, putzigen Szenerien, kleineren Geschmacklosigkeiten und konventionellem Balzkampf über die Runden. Damit wirkt "Monkeybone" wie eine Lachsschnitte, die irgendjemand glaubte, mit Tomatenketchup veredeln zu müssen. Wohl bekomm’s.




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Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Fantasy
Länge: 92 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 28.06.2001
Regie: Henry Selick
Darsteller: Sandra Thigpen, Giancarlo Esposito, Wayne Wilderson
Verleih: 20th Century Fox

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