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Kritik: Durchgeknallt (1999)


Notizen aus dem Irrenhaus – mit sämtlichen Klischees, die Hollywood zu bieten hat. Doch auch zuhause haben scheinbar alle den Verstand verloren, schließlich spielt „Durchgeknallt“ zur Zeit des Vietnam-Krieges und beginnt mit Flashbacks, Sprüngen und einem Totalverlust des Zeitgefühls. Ein interessante Ansatz, der jedoch bald aufgegeben wird. Regisseur James Mangold ("Copland") und die drei Autoren haben sich nämlich vorgenommen, das Kinopublikum mit Langeweile zu traktieren.

Echt durchgeknallt: Gespräche ohne Sinn und Ziel bestimmen das Geschehen. „Wo führt das eigentlich hin?“, fragt man mit Recht, blickt auf die Uhr und merkt im selben Augenblick, dass man es eigentlich gar nicht mehr wissen will. In diesem Kuckucksnest für junge Mädchen geht halt alles seinen stereotypen Gang. Nur eine Sache irritiert: Was hat die salbungsvolle Whoopi Goldberg alias Krankenschwester Valerie in dem Film verloren?

Vanessa Redgrave eilt zur Rettung und hebt als Psychologin Dr. Wick das Qualitätsniveau dieser ansonsten wenig inspirierten Episoden-Aneinanderreihung doch leider viel zu spät: 70 Prozent des Films hätten getrost herausgeschnitten werden können. Das gilt auch für die typische Gesangseinlage – ein Drehbuchmerkmal Marke Hollywood, das uns verrät: Seht her, ich bin ein Frauenfilm!

Winona Ryder und Angelina Jolie spielen zwar tapfer gegen die missratene Story an, und Jolie wurde dafür sogar mit dem Golden Globe und einem Oscar für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Das alles ändert aber nichts daran, dass die hier porträtierten Kids der Welt nicht viel zu sagen haben. Ein Bild, zu dem auch das chaotische Finale passt: ganz viel Geschrei – und nichts dahinter.




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