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Lucky People Center International (1998)

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"Lucky People Center International" ist ein rhythmischer Trip rund um den Globus. Hier wird das Innenleben der Menschen, in dem pulsierenden Takt von Musikvideo-Ästhetik inspiziert; zugleich ist es der Versuch, dem traditionellen Dokumentarstil mit einer frischen Machart entgegenzutreten.
In Erik Pausers und Johan Söderbergs Film geht es vorallem um den Traum vom Leben im Einklang mit der Natur - ob und wie es in den verschiedenen Kulturkreisen umgesetzt werden konnte.

Das Team verbrachte zwei Jahre, in denen es auf der Suche nach Individuen und ihrem alltäglichen Leben durch die ganze Welt reiste: Sowohl in Amerika und Tibet, als auch in Neuseeland und Afrika trafen sie auf faszinierende Menschen und ihre einzigartigen und ungewöhnlichen Erfahrungen.

Die Szenen, die so zustande kamen, spiegeln die Gesellschaft des 20. Jahrhunderts wider, die sich durch die verschiedenen Kulturen kaleidoskop-artig präsentiert: Von Woodoo bis Buddhismus, von Forschung und Wissenschaft bis zum mythologischen, scheinbar unenthüllbaren Netz, das sich über unsere Erde stülpt - dies alles reflektiert "Lucky People Center International", indem es die Menschen - die Türen zu Glauben, Vitalität, kritischem Bewußtsein und Träumen - zur Sprache kommen läßt.

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Filmkritik

Als leicht verdauliches Milleniums-Pendant von "Koyaanisqatsi", leistet sich "Lucky People Center International" den Luxus einer 80-minütigen Weltreise in esoterischem Videoclipformat. In der recht kosmopolitischen Auffassung von Abwechslung folgt platte Zivilisationskritik auf geistreiche Philosophie, hypnotischer Trance auf Ausschnitte der Love-Parade – immer zusammengehalten vom musikalischen Rhythmus wahlweise treibender oder entspannter Klänge.

Die einzelnen Stationen umspannen Afrika, Tibet, Neuseeland, Amerika und Japan, aus denen zum Schmunzeln anregende Highlights wie "Internationale der unkontrollierbaren Torpedos" oder eine vom ultimativen Orgasmus schwärmende Annie Sprinkle herausstechen. Auch Bill Clinton erscheint, kontrastiert vom Massenselbstmord der "Heaven´s Gate"-Sekte. Der Witz liegt nicht nur hier in der mutwilligen bis unsinnigen Montage. Ernstnehmen kann man die omnipräsente Aussage von "zurück zur Natur" und dem "der Rhythmus des Lebens" ohnehin nicht.

Ein wenig mehr meditative Momente hätte man sich durch den zwanglosen Streifzug durch die (musikalische) Exotik der Welt dann doch gewünscht, dass die Klasse und Intensität der "-Qatsi"-Reihe verfehlt wird, ist ohne besondere Überraschung zu konstatieren. Indes sorgt die permanente Beschallung für Wohlbefinden. Im Gegensatz zum weit gestreuten und oft nichtssagenden Inhalt, haben Bild und Ton einen weit wirkungsvolleres Format, mit dem sie den Bärenanteil an Überzeugungsarbeit leisten – auch wenn manche Passagen zu holprig geraten sind. Diverse schrullige Ansichten Marke "Anti-Ecken"-Philosophie sind durchaus einen Blick wert.




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Zum Video: Lucky People Center Intl.

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Land: Schweden
Jahr: 1998
Genre: Dokumentation
Länge: 85 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 02.09.1999
Regie: Johan Söderberg, Erik Pauser
Verleih: MFA Film

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