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Ich, Beide & Sie
Ich, Beide & Sie
© 20th Century Fox

Kritik: Ich, Beide & Sie (2000)


Plagiate gibt es viele, aber nur ein Original: Ja, die Farrelly-Brüder haben wieder zuschlagen. Und deren Nachfolger zur epochalen Krawall-Komödie "Verrückt nach Mary" zeigt erneut, woher der Wind im Kino weht – nämlich aus dem Fäkal- und Genitalbereich. Mit haarsträubender Chuzpe verteidigt das Regie- und Drehbuch-Duo dabei seine Sonderstellung. Mit ihrer unentschlossenen Kreuzung aus Road-Movie, Thriller und Romanze haben sich die Komik-Spezialisten allerdings ins Bein geschossen. Jim Carrey – der wohl bedeutendste Comedian unserer Zeit – meistert die Richtungswechsel und zahlreichen strukturellen Schwächen freilich spielend, und seine Partnerin Renée Zellweger erträgt Carreys groteske Akrobatik auch mit Würde. Zwar hat der Plot einige Längen, doch wenn's drauf ankommt, kennen die Filmemacher keine Gnade. Kinder, Tiere und Behinderte – niemand ist vor den Farrellys sicher. Doch die versöhnliche Grundstimmung mildert die Wirkung der Attacken und nimmt dem Publikum, das über all das herzhaft lachen soll (und kann), das ungute Gewissen. Ausgewalzte Platitüden wie in "Scary Movie" gibt es nicht – das neueste Farrelly-Happening ist somit origineller, wenn auch sicherlich kein Meilenstein.


Fazit: Erneute brachiale Zwerchfellattacke der Propheten des Fäkalwitz-Genres – diesmal leider mit mauem Plot.





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