oder

Samurai Fiction (1997)

SF: Episode One - Samurai Fiction

Japan in der näheren Zukunft ...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Die wiedergeborene Seel des Samurais Heishiro blickt 300 Jahre zurück auf ein Ereignis, das sein Leben veränderte. Japan in der Edo-Ära: In dieser friedvollen Zeit gab es über Jahrhunderte keine Kriege. Doch im Jahre 1696 herrscht Aufruhr im Nagashima Clan, da das Schwert des Shoguns gestohlen wurde. Der Dieb ist der Samurai Kazamatsuri, der eigentlich die Schätze des Cals bewachen sollte. Kanzen der Oberste Rat des Clans, beschließt ein Duplikat des Schwertes herzustellen. Der Sohn von Kanzen, der junge und hitzköpfige Samurai Heishiro, will persönlich die Ehre des Clans retten. Mit zwei Jugendfreunden folgt er dem flüchtigen Kazamatsuri. Es kommt zum Kampf mit dem abtrünnigen REnegade, der schnell mit den unerfahrenen Samurais fertig wird. Heishiro wird in letzter Minute von dem herrenlosen Samurai Hanbei gerettet. Hanbei und seine Tochter Koharu kümmern sich um den Schwerverletzten. Kaum genesen sinnt Heishiro nach Vergeltung.Doch bis es zum großen Kampf kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Der jugendliche Held Heishiro lernt auf bezaubernde Weise, daß ein echter Samurai mehr als nur ein guter Schwertkämpfer ist.

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Filmkritik

Der Video- und Werbekünstler Hiroyuki Nakano widmet die Komödie um wahrhaft "echte Kerle" überschwenglichst Japans verstorbener cineastischer Eminenz, Akira Kurosawa. Dabei gelingt ihm tatsächlich die Quadratur des Kreises: spielerisch schlägt Nakano den Bogen von klassischen Schwertkampf-Epen bis hin zu visuell exaltierter Videoclip-Kunst und kreiert ganz nebenbei ein neues Genre: Das Rock´n´Roll Samurai Movie.
Der gewagten Synthese steht ein fulminantes, visuell und musikalisch atemberaubendes Ballett der Stilelemente gegenüber, das von der meisterhaften Schnittechnik katalysiert wird. Augenzwinkernd bringt der "Kurosawa des MTV", so Nakamos Spitzname, die Choreographie von Bild und Ton auf den Punkt. Fast unvermeidliche Folge: Ein übergeordneter Spannungsbogen zerfällt in einzelne, nahezu narzißtische Szenen. Jede für sich steckt aber so voller Variationen und Überraschungen, daß sich ein kindliches Staunen ob der dargebotenen Attraktionen einstellt.
Dem genialen Tüftler Nakano ging es aber nicht um eine Neuauflage von Blut, Verrat und Ehre der Edo-Ära, sondern um eine distanzierte, ironische und liebevolle Hommage, die einem Korsett aus luftigen E-Gitarren, technischen Tricks und der rotzfrechen Anarchie einer Post-68er Generation untergeordnet ist: Pure Lebensfreude statt politischer und moralischer Botschaft. Von Multimediatalent Nakano wird man noch zu hören und sehen bekommen: Das Projekt SF trägt die Nummer eins von geplanten 140 (!) Episoden. Da kann man nur vermuten, daß "Samurai Fiction" eine Autobiographie ist...




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Land: Japan
Jahr: 1997
Genre: Action
Länge: 111 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 08.04.1999
Regie: Hiroyuki Nakano
Darsteller: Morio Kazama, Mitsuru Fukikoshi, Tomoyasu Hotei
Verleih: Rapid Eye Movies

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