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Nachtgestalten
Nachtgestalten
© Rommel Film / Pandora Film

Kritik: Nachtgestalten (1998)


Hollywood zeigt wie es sein könnte - der deutsche Film zeigt, wie es ist: Andreas Dresens Großstadtreigen "Nachtgestalten", einer der Überraschungshits der diesjährigen Berlinale, setzt dabei ganz auf Authentizität und zeigt Momentaufnahmen in der Dunkelheit Berlins.

Ein Pennerpärchen (Dominique Horwitz, Meriam AbbasI) träumt von einer Nacht zu zweit in einem Hotel mit Bad und Dusche; ein Provinzbauer (Oliver Bäßler) will sich in der großen Stadt mal richtig amüsieren und gerät dabei an ein drogensüchtiges Stricher-Mädchen (Susanne Bormann); ein kleiner Junge aus Angola (Ricardo Valentim) wird am Flughafen nicht abgeholt und statt dessen von Peschke (Michael Gwisdek), einer subalternen Führungskraft, unter die Fittiche genommen.

Die nur lose miteinander verwobenen Episoden entwickeln dabei ein Gespür für die Nöte, Wünsche und Träume ihrer oft hart am Rande des Klischees angesiedelten Figuren. "Nachtgestalten" ist ein mutiger, nüchterner, intensiver und manchmal auch bedrückender Film über das "andere" Berlin. Für seine darstellerische Leistung wurde Michael Gwisdek auf der Berlinale als bester Schauspieler ausgezeichnet.




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