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7 Days to Live (2000)

Deutscher Psychothriller: Ein einsames Haus am Rand eines Moores- hier versuchen Ellen und Martin Shaw, den Tod ihres Sohnes zu vergessen. Doch dann passieren eigenartige Dinge: in einem beschlagenen Badezimmerspiegel erscheint Ellen die Zahl 7. Auf einem Straßenschild erscheint der Satz "Du lebst noch 7 Tage". Die Grenzen zwischen Realität und Albtraum verschwimmen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Seit dem Unfalltod ihres Sohnes stecken Ellen und Martin Shaw in der größten Krise ihrer jungen Ehe. Mit dem Umzug in ein altes Landhaus wollen sie einen Neuanfang wagen, doch auch in der ländlichen Idylle kommt Ellen nicht zur Ruhe. "Du lebst noch 7 Tage" liest sie plötzlich auf einem Verkehrsschild und wird von nun an immer wieder mit der Ankündigung ihres eigenen Todes konfrontiert. Eine Sinnestäuschung? Wahnvorstellungen? Oder schreckliche Vorahnungen? Mehr und mehr verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Albtraum...

Filmkritik

Was zunächst wie ein klassischer Horrorfilm beginnt, entwickelt sich später fast zum Psychodrama. Die Beziehung der Eheleute Ellen (eine hervorragende Amanda Plummer) und Martin Shaw (Sean Pertwee) bekommt mehr und mehr Tiefe und hat bisweilen kammerspielartige Züge. Schade, dass das Genre auf dieser Beziehungsebene so beschränkend wirkt und den Charakteren keine Zeit gegeben wird, sich zu entwickeln.

Gerne wird mit Klischees gespielt und immer wieder aus dem reichen Fundus der Horrorfilme zitiert. So zeigt uns Sebastian Niemann eine Variation des "Schriftsteller"-Themas im Film, aber zwischen "Shining" und "Misery" ist die Pointe hier nicht wirklich überzeugend und wirkt eher altbacken. Sean Pertwee weiß allerdings, dass er sich mit Jack Nicholson messen lassen muss und gibt sein Bestes.

Der starke psychologische Ansatz gibt dem Thriller so viel Tiefe, dass die Special Effects manchmal überflüssig erscheinen. Auf die "Horror"-Szenen im Finale hätten man gerne verzichten können. Aber trotz der starken kommerziellen Zugeständnisse kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Mit vergleichsweise wenig Budget machte Sebastian Niemann einen guten Genre-Film, der nie billig wirkt und sich auf dem internationalen Markt sehen lassen kann. Leider wird man das Gefühl nicht los, dass man noch mehr aus dem Projekt hätte herausholen können.




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Land: Deutschland
Jahr: 2000
Genre: Thriller, Horror
Länge: 97 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 30.11.2000
Regie: Sebastian Niemann
Darsteller: Nick Brimble, Zdenek Maryska, Rich Gold
Verleih: Senator Film

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