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Kritik: Do not Disturb (1999)


Der Holländer Dick Maas inszeniert eine fröhlich-vertrackte Jagd durch Amsterdam. Anleihen bei Hitchcock bezüglich des temporeichen, irrwitzig arrangierten Katz-und-Maus-Spiels, bei dem der Zuschauer immer mehr weiß, als die Protagonisten, sind durchaus beabsichtigt und effektiv.
Wie eine Fusion aus "Stumme Zeugin" und Maas' eigenem Hit "Verfluchtes Amsterdam" wirkt sein Thriller, den er - "Flodder"-Erfahrung sei dank - mit reichlich schwarzem und skurrilem Humor anreichert.

So geben sich Suspense und befreiender Witz permanent die Klinke in die Hand. Dadurch entstand ein amüsant unterhaltsames Werk, das in puncto Action an den emigrierten Landsmann Jan de Bont erinnert, aber im Gegensatz zu dessen aseptischen Hollywood-Produktionen augenzwinkernden Charme besitzt, der durchaus mal in unvermuteten Slapstick ausartet.
Doch Maas hat den Schalk im Griff - selbst wenn er die Hinrichtung eines gewissen Rockstars namens Billy Boy Manson zelebriert, ein unschwer als solches zu erkennendes Konterfei zu einem gewissen "Schockrocker".

Den Holländern gefiel´s nicht: zu nachteilig sei die Grachtenstadt als Hort von kriminellen Abschaum dargestellt. Man kann nur hoffen, dass die Schmäh hierzulande ausbleibt. Die Darsteller scheinen wenigstens ihren Spaß bei dem in kinetischen Bildern eingefangenen, perfiden Mörderspiel zu haben. Gleich drei bekannte Mimen hat Maas in die Niederlande geholt, um einen respektablen europäischen Kracher zu schaffen, der sich ohne schlechtes Gewissen sehen lassen kann.




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