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Kritik: Schrott - Die Atzenposse (1999)


"It´s a Man´s World" will uns diese dürftige Loser-trifft-Loser-Ballade weismachen. Das bedeutet im Detail: Männer benötigen einen guten Kumpel, viel Bier und eine Braut. Braut bedeutet soviel wie Rennautos jeglicher Art, die zwei Schmalspurschumis (Uwe Ochsenknecht und Boris Aljinowic) sich auf dem Schrottplatz für ihr letztes Rennen zusammenflicken.
Nach all den Perlen der deutschen Beziehungskomödie soll das Debütwerk von Regisseur und Drehbuchautor Axel Hildebrand ein neues Genre definieren, legt sich aber auf eine konzeptionslose Buddy-Komödie fest. Angesichts einer konfusen Geschichte, die mit kläglichen Witzen und bizarren Typen – kriminelle Kleinkinder, ein rüder Opa mit PS-starkem Rollstuhl – angereichert wurde, eine Tragödie. Um Coolness bemüht, zwar comichaft, doch seine Figuren ernst nehmend, unterbietet "Schrott – die Atzenposse" locker alle Niveau- und Anspruchsgrenzen.
Nach zehn Minuten ist die Luft raus. Fortan will sich angesichts dümmlich-derber Witze kein Lachen mehr einstellen. Da weder Charaktere Profil bieten – und wenn, dann in hemmungslosem Overacting von Ochsenknecht – noch sich die Regie für eine Richtung entscheiden kann, zerfällt das konfuse Schaustück in seine Einzelteile und gereicht seinem Titel damit zur Ehre. Und der amateurhafte Auftritt Volker Schlöndorffs als Drahtzieher der infantilen Gangster mündet im blamabelsten Cameo der letzten Zeit.





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