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Kritik: The Ladies Man (2000)


Schier endlos lang ist sie, die Liste mit amerikanischen Filmen, die auf dem hiesigen Markt aber auch gar nichts zu suchen haben, denen Verleiher, aus welchen Gründen auch immer, dennoch gewisse Publikumschancen einräumen. In diesem Jahr ganz oben steht „The Ladies Man“. Ein wahres Nichts von einem Film, eine 90minütige Peinlichkeit voller geschmacklicher Entgleisungen der gröbsten Sorte. Unglaublich, dass für eine derart hanebüchene Dauerzote auf unterirdischem Niveau hunderttausende von DM ausgegeben wurden für Sychronisation, Kopien, neue Grafiken, Werbung etc.. Offensichtlich gilt die vermeintliche Talentschmiede in Sachen Comedy -„Saturday Night Live“- immer noch als Gütesiegel, denn nach wie vor bekommen die zunehmend talentfreien Fernsehgrimasseure der Show die Chance auf einen Spielfilm, in dem dann bereits abgenudelte Sketche auf Abendfüllung gedehnt werden. Nie jedoch war das Ergebnis ärgerlicher und peinigender als im vorliegenden Fall.
Der lose, oder treffender, wirre Handlungsrahmen bietet dem Hauptdarsteller, dessen Namen zu erwähnen sich nicht lohnt, reichlich Gelegenheit für allerlei Abgeschmacktes und Schlüpfriges, wobei das Scherzniveau irgendwo zwischen „Schulmädchenreport“ und „Eis am Stiel“ liegt und teilweise darunter. Etliche der sexistischen Zoten sind dabei einfach nur widerlich.
Obwohl es eigentlich nichts zur Sache tut, aber zum schlimmen Niveau des Films passt es, dass der Hauptdarsteller, dessen Name wie gesagt nichts zur Sache tut, auch noch aussieht wie Roberto Blanco vor 35 Jahren.
Ebenso unerklärlich wie unverzeihlich ist allerdings in diesem Zusammenhang, dass sich ein verdienter Vollblutkomödiant wie Lee Evans („Funny Bones“, „Mäusejagd“) in ein solches Ärgernis verirren konnte. Neben ratlosem Kopfschütteln steht am Ende des Films jedenfalls die deprimierende Erkenntnis, dass gegenüber der geballten Unappetitlichkeit von „Ladies Man“ die Witzchen etwa eines Eddie Murphy die pure Poesie sind.





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