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Hals über Kopf
Hals über Kopf
© United International Pictures

Kritik: Hals über Kopf (2001)


Die wirklich unangenehmen Filme sind nicht selten jene, die ganz offensichtlich von Produzenten und ihren Zuarbeitern quasi am Reissbrett entworfen wurden. Meist werden für dergleichen fade Routineprodukte gleich mehrere Autoren bemüht. Z.B. einer für die Storyline, einer für das Storysetting, einer für die Dialoge und vielleicht ein letzter, der versucht das Ganze irgendwie unter einen Hut zu bringen. Vielleicht ist bei dem vorliegenden Film ja so oder ähnlich vorgegangen worden. Jedenfalls ist "Hals über Kopf" ein reiner Produzentenfilm, dem jegliche persönliche Handschrift fehlt und bei dem vier Autoren versuchen, es der anvisierten Zielgruppe (ca. 14 - 24) so recht wie möglich zu machen. So wird denn 90 Minuten mit breitester Schleimspur dem vermeintlichen Publikumsgeschmack hinterhergekrochen. Nach dem Motto: von allem etwas und für jeden etwas. Im Fall von "Hals über Kopf" also ein bisschen Komödie, ein bisschen Krimi, nicht zu vergessen ein Hauch Romantik, das Ganze angesiedelt unter Yuppies und Models im feineren New York, versehen mit zwei Nachwuchsstars und angereichert mit dem seit einiger Zeit scheinbar unvermeidlichen Fäkalhumor. Herausgekommen ist ein völlig krudes Filmchen, das unentschlossen zwischen Stilen und Genres hin und her taumelt und sich mehrfach in unappetitlichen Entgleisungen gefällt. Es ist schon erstaunlich, wie konsequent der Film jedem Anflug aus dem Weg geht, sich über die offensichtlichen Banalitäten und Oberflächlichkeiten der vorgeführten Yuppie- und Schickimickiwelt auch nur leise lustig zu machen. Dafür mangelt es dann freilich auch an schauspielerischer Kompetenz. Vor allem der offenbar angesagte Nachwuchsmime Freddie Prinze Jr. entpuppt sich als selten blasse Grinsebacke. Bei all dem Elend bleibt ein Trost: Das zynische Kalkül der Produzenten ist nicht aufgegangen. Der Film ist in den USA gefloppt. Gut so!





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