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Kritik: Lucky Numbers (2000)


Wollte die Produktion von "Lucky Numbers" ausgetretene Pfade verlassen? Einige wenige Momente hat der Film ja. Dennoch quellen die Videotheken offenbar vor Filmen über, so dass für die langweilige Komödie um einen Lottobetrug dort kein Platz vorhanden war. Also auf die große Leinwand. Erzählt wird der Versuch einer Lottofee, des Wettermanns vom Fernsehen sowie eines Nachtclub-Besitzers, durch Manipulation die staatliche Lottogesellschaft um den Hauptgewinn zu prellen. Der Plan gelingt auch, aber dann geht wegen ein paar Mitwissern, wie zum Beispiel des TV-Sender-Bosses, alles den turbulenten, nicht geplanten Gang. Leichen entstehen, Schmarotzer wollen ein Stück vom Kuchen (immerhin 6,4 Millionen Dollar) und irgendwann taucht auch die Polizei auf.

Das hört sich soweit noch recht unterhaltsam an. Aber es gelingt "Lucky Numbers" nicht, der gewöhnlichen Geschichte vom großen Coup der kleinen Leute Leben einzuhauchen. Wenn der Plot altbekannt ist, dann braucht man gute Figuren und fein komponierte Szenen, die in sich kleine Kleinodien sind und zudem perfekt miteinander verbunden werden. Beides schafft Nora Ephron nicht. Tim Roth ist die typische Kleingangsterfigur, die glaubt immer eine Lösung zu haben, Lisa Kudrow darf die gewissenlose Sexbombe geben und John Travolta wächst alles über den Kopf. Lediglich Bill Pullman als stinkfauler Polizist bringt einen zu Lachkrämpfen. Das passiert aber erst im hinteren Teil, wenn bereits alles verloren ist, und auch nur sporadisch. Und immer wenn Ed "Al Bundy" O’Neill schlechte Sprüche bringt, wartet man auf das Lachen vom Band.





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