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Get Carter - Die Wahrheit tut weh (2000)

Get Carter

Sylvester Stallones in den USA schwer gefloppter Comeback-Krimi zeigt den Mimen als Gangster, der in Seattle den Tod seines Bruders rächen will und sich mit der Unterwelt anlegt. Mit inszenatorischen Mätzchen versetzter fader Streifen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Jack Carter arbeitet als Mann fürs Grobe in den Diensten eines Unterweltimperiums in Las Vegas. Als sein Bruder Richie, mit dem er sich vor Jahren verstritten hatte, bei einem Verkehrsunfall stirbt, kehrt Jack in seine Heimatstadt zurück, um Richies Familie seine Hilfe anzubieten. Doch seine Schwägerin Gloria ist misstrauisch und auch seine Nichte Doreen, die ihren Onkel kaum kennt, weiß nicht, was sie von seinem Angebot halten soll. Dennoch vertraut ihm Doreen an, dass sie nicht an einen Unfall glaubt – ihr Vater sei ermordet worden. Sofort vergisst Jack all seine guten Vorsätze und denkt nur noch an Rache. Mit Hilfe von Doreen wagt er sich in die schmutzige Unterwelt der Stadt...

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Filmkritik

Ein vollständig originalgetreues Remake ist in den meisten Fällen überflüssig, da es der Thematik nichts Neues hinzufügt und so neben dem ursprünglichen Werk wie ein billiger Abklatsch erscheinen muss. Deswegen ist es sehr angenehm, wenn man eine Neuverfilmung vor sich hat, welche den Stoff variiert und uminterpretiert. War die Figur des Auftragskillers Jack Carter in Mike Hodges Adaption aus dem Jahr 1971 ein tollwütiger Racheengel, der im Finale alles erschoss, was ihm vor das Gewehr kam, präsentiert sich Sylvester Stallone im neuen Film als zurückhaltende, müde Gestalt, die letztlich auf der Suche nach einer anderen Existenz ist. Deswegen unterscheidet er bei seinem Rachefeldzug sorgfältig nach den Verantwortlichkeiten der irgendwie am Tod seines Bruders beteiligten Personen. Voller Zärtlichkeit inszeniert Regisseur Stephen Kay darüber hinaus die aufflackernde freundschaftliche Beziehung zwischen Carter und seiner Nichte. Hier liegt der zweite Schwerpunkt sowie die große Stärke des Films, da aus der isolierten, erschreckenden Figur des ursprünglichen Werkes eine über die Familie gesellschaftlich integrierte Gestalt gemacht wurde. Somit stellt Kay dem in seiner Konsequenz beeindruckenden pessimistischen Entwurf von Hodges eine hoffnungsvolle Variante entgegen. Mit einer faszinierenden Mischung aus Rache-Action-Elementen sowie menschlich berührenden Szenen zeichnet "Get Carter" ein komplexes Killerportrait, dass in seiner optimistischen Attitüde zu überzeugen weiß.




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Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Thriller
Länge: 102 Minuten
Kinostart: 16.08.2001
Regie: Stephen Kay
Darsteller: John Cassini, Johnny Strong, John C. McGinley
Verleih: Warner Bros.

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