VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Get Carter - Die Wahrheit tut weh
Get Carter - Die Wahrheit tut weh
© Warner Bros.

Kritik: Get Carter - Die Wahrheit tut weh (2000)


Ein vollständig originalgetreues Remake ist in den meisten Fällen überflüssig, da es der Thematik nichts Neues hinzufügt und so neben dem ursprünglichen Werk wie ein billiger Abklatsch erscheinen muss. Deswegen ist es sehr angenehm, wenn man eine Neuverfilmung vor sich hat, welche den Stoff variiert und uminterpretiert. War die Figur des Auftragskillers Jack Carter in Mike Hodges Adaption aus dem Jahr 1971 ein tollwütiger Racheengel, der im Finale alles erschoss, was ihm vor das Gewehr kam, präsentiert sich Sylvester Stallone im neuen Film als zurückhaltende, müde Gestalt, die letztlich auf der Suche nach einer anderen Existenz ist. Deswegen unterscheidet er bei seinem Rachefeldzug sorgfältig nach den Verantwortlichkeiten der irgendwie am Tod seines Bruders beteiligten Personen. Voller Zärtlichkeit inszeniert Regisseur Stephen Kay darüber hinaus die aufflackernde freundschaftliche Beziehung zwischen Carter und seiner Nichte. Hier liegt der zweite Schwerpunkt sowie die große Stärke des Films, da aus der isolierten, erschreckenden Figur des ursprünglichen Werkes eine über die Familie gesellschaftlich integrierte Gestalt gemacht wurde. Somit stellt Kay dem in seiner Konsequenz beeindruckenden pessimistischen Entwurf von Hodges eine hoffnungsvolle Variante entgegen. Mit einer faszinierenden Mischung aus Rache-Action-Elementen sowie menschlich berührenden Szenen zeichnet "Get Carter" ein komplexes Killerportrait, dass in seiner optimistischen Attitüde zu überzeugen weiß.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.