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Kritik: Best in Show (2000)


Obwohl "Best in Show" von einer Menge Hunde bevölkert wird, lässt sich nicht behaupten, dass der Film einen besonders bissigen Ton anschlägt. Die Welt der Hundeschauen und stolzen Hundezüchter wird nicht satirisch beleuchtet, wie es "Drop Dead Georgous" mit dem Treiben rund um Schönheitskönigin-Wettbewerbe gemacht hatte. Der Film nähert sich eher liebevoll seinen Charakteren sowie ihrer Obsession: der Wunsch des perfekten Hundes. Bereits im Vorfeld der großen, wichtigen Hundeschau verfolgt "Best in Show" fünf Teilnehmer mit ihren Prachthunden. Im harmonischen Umgang zwischen Mensch und Tier spiegelt sich die Sympathiekurve für das Thema wieder. Die amerikanische Kleinfamilie hat Zuwachs mit vier Beinen bekommen. Der Hund wird für die Beteiligten so wichtig wie in anderen Familien das Kind. Im porträtierten Universum aus Eitelkeit sowie Obsession ist er die Stütze, welche alles zusammenhält. Besonders deutlich wird das an einer Szene, in der ein Ehepaar mit ihrem treuen Vierbeiner beim Analytiker sitzt, weil der Hund psychische Probleme hat. Der Grund für den derangierten Zustand ist, dass er Herrchen und Frauchen beim Praktizieren der Kuhstellung aus dem Kama Sutra beobachtet hatte. Auch wenn hier ein bisschen durch die Absurdität der Situation die subversive Ader des Filmemachers durchschimmert, bleibt "Best in Show" dennoch bei einer Huldigung. Das anfängliche Lachen über solche Auswüchse bei den Hundebesitzern, weicht einem mitfühlenden Verständnis. Allen Menschen, die mit dem ganzen Thema weniger anfangen können, dürfte besonders das Reporterduo während der Mayflower Dog Show in Erinnerung bleiben. Der eine ist ein Experte auf dem Gebiet während sich der andere mangels Sachkenntnis durch das Programm blödelt, das es die helle Freude ist. Kein Scherz ist ihm zu plump, als das er nicht gemacht werden dürfte und die Peinlichkeiten, die es noch nicht gibt, erfindet er im Sekundentakt. "Best in Show" ist ein netter, kleiner Film für Hundefans, die schon immer lieber einen Vierbeiner als ein Kind haben wollten, und solche Menschen, die sich am Aufmarsch der Absonderlichkeiten ergötzen können, geworden.





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