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Angel Eyes (2001)

Luis Mandokis schwerfälliges, überraschungsarmes US-Drama überzeugt allein durch die Hauptdarsteller. Jennifer Lopez spielt eine Polizistin, die versucht, etwas über die Vergangenheit des geheimnisvollen James Caviezel herauszubekommen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Die Polizistin Sharon Pogue versucht bei einem Unfall, einen gefährlich verletzten Fahrer bei Bewußtsein zu halten und rettet ihm damit vermutlich das Leben. Ein Jahr später wird die Chicagoer Polizistin bei einem ihrer Aufträge in eine Falle gelockt, und nur durch die Hilfe eines Fremden kann sie der tödlichen Gefahr entkommen. Sie will erfahren, wer dieser mysteriöse Retter war und lernt ihn als melancholischen Mann kennen, der ebenso wie sie ein scheinbar vereinsamtes Leben führt. Sharon hat ihren Vater verhaften müssen, weil er ihre Mutter mißhandelte und so steckt sie als einsame Polizistin in familiären Schwierigkeiten. Über die Vergangenheit ihres Lebensretters kann sie erst nichts in Erfahrung bringen, doch als sich beide ineinander verlieben, tritt die Wahrheit langsam ans Tageslicht...

Filmkritik

Luis Mandroki hat ein Auge für anspruchsvolle Themen - "When a Man Loves a Woman", zuletzt "Message in a Bottle" - denen er jedoch nur die oberflächlichen Reize einer simplen Dramaturgie gönnt. Allein die Schauspieler glänzen, weil Mandroki ihnen erstaunlich viel Platz und Zeit zur Entfaltung gibt. Hier ist das nicht anders. Latina-Queen Jennifer Lopez greift in dieser melodramatischen Romanze zweier traumatisierter Einzelgänger ihre Erfolgsrolle aus "Out of Sight" wieder auf und spielt eine knallharte Polizistin mit verletzlichem Kern. Ihr Gegenüber, den nuancierten, charismatischen James Caviezel quält die Amnesie, womit für genügend Hindernisse in der mit hervorragenden Dialogen gefilmten Beziehung gesorgt ist. Die Probleme indes kann Mandroki nicht sonderlich handhaben und greift auf bewährte Plotwenden, Missverständnisse und psychologische Grobschlächtigkeiten zurück. Außerdem hausiert der Anfang zu allem Überfluss bei "The Sixth Sense" und spinnt seine völlig durchsichtige Mystery-Nummer unbekümmert weiter. Die Actionszenen schließlich verdienen in der tat das Prädikat "unmotiviert". Eindringlich ist die intime Stimmung, wenn die beiden Hauptdarsteller ganz bei sich sind. Ihr Miteinander mag zwar stilisiert sein, aber auch Pop hat seine ehrlichen Momente. Aufdringlich geraten die Bilder indes, wenn sie die Traumata der beiden illustrieren sollen, oder eine biblische, messianische Metaphorik beschwören. Und dass Mandroki gerne auf die Tränendrüse drückt, sollte seit sich "Message in a Bottle" herumgesprochen haben.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Drama
Länge: 107 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 25.10.2001
Regie: Luis Mandoki
Darsteller: Jennifer Lopez als Sharon Pogue, James Caviezel, Jeremy Sisto
Verleih: Warner Bros.

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