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Kritik: The Gift - Die dunkle Gabe (2000)


Zwei Vorlieben kennzeichnen Sam Raimi: Harte Horrorschocker und Comic-Helden. Ersteres führte einst zum Klassiker "Tanz der Teufel", der hier zu Lande zum Schrecken der Moralwächter wurde. Letzteres gebar den nächstes Jahr startenden Blockbuster "Spider-Man". Bevor es aber so weit ist, wagt der erfolgreiche Regisseur noch einen Abstecher auf vertrautes Terrain.

Mit einer in schaurigen Mangrovensümpfen der Südstaaten angesiedelten, übernatürlichen Mischung aus Krimi, Drama, Thriller und Horror versucht sich Raimi an einer interessanten und ungewöhnlichen Variante des Plots einer Wahrsagerin, die einen von ihr vorausgesehenen Mordfall aufzuklären versucht und bald selbst in Lebensgefahr gerät.

Das ganze Geld und die teuren Schauspieler haben nichts genutzt: Raimi greift unverdrossen Versatzstücke aus besseren Filmen auf und bringt sie in einen gerade noch erträglichen, belanglosen, aber arg aufgeblasenen Mumpitz-Schinken unter, der sein edles Etikett american gothic kaum verdient. Schwerpunkt sollen die Charaktere und ihr Eigenleben sein, aber davon ist wenig zu spüren.

Wenn etwas an dem heillosen und lahmen Durcheinander gefällt, dann sind es die Darsteller. Es mühen sich Cate Blanchett, Giovanni Ribisi, Katie Holmes, Greg Kinnear, Hilary Swank, Kim Dickens und sogar Keanu Reeves redlich ab, in dem mauen Spuk Akzente zu setzen, doch Raimi scheint in Gedanken schon ganz bei seinem Spinnenmann zu sein.






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