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Mortal Transfer (2000)

Mortal transfert

Nach einem Nickerchen findet ein Psychiater seine Patientin erwürgt auf der Patientencouch vor. Jean-Jaques Beineix meldet sich nach acht Jahren Pause mit dieser unentschlossen zwischen Thriller und Klamauk schwankenden Groteske zurück...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Der Psychoanalytiker Michel Durand begibt sich auf eine seltsame Reise: Durch die unheimlichen Pfade seines eigenen Unterbewußtseins und der spleenigen Neurosen seiner Patienten. Der Weg führt ihn von der stickigen Langeweile seiner Analytiker-Praxis zu Begegnungen mit sexbesessenen Friedhofsbesuchern, durchgeknallten Kleptomanen, kopflosen Giraffen, dem Weihnachtsmann, willigen Gummipuppen und schlichtweg ungesunder Liebe - nicht zu vergessen, einem verlorengegangenen Sack Geld und ein paar Leichen...

Filmkritik

In düsteren Tönen erzählt uns Regisseur Jean-Jacques Beineix, der nach Erfolgen wie "Diva" und "Betty Blue" zunächst eine Pause vom Spielfilm gemacht hatte, eine bisweilen obskure Geschichte. Mit Dokumentarfilmen hat er sich beschäftigt, was ihn, wie er sagt, sensibler für die Möglichkeiten des Filmemachens gemacht hat. Doch auch nach so langer Zeit kehrt er wieder zu seinen Lieblingsthemen zurück. Die makabre und bildgewaltige Geschichte scheint nur aus psychoanalytischen Variationen zu bestehen, löst sich dann aber in eine Art Krimi-Plot auf. Das wirkt inkonsequent und etwas feige.

"Mortal Transfer" ist nicht so grausam wie die Werbung behauptet - im Gegenteil: Man fühlt sich gut unterhalten. Die seltsamen Gestalten, die in das Leben des Psychologen Michel Durand eindringen, sind ausgefallen bis pervers und fügen der Geschichte einiges an Obskurem hinzu. Hélène de Fougerolles gefällt, in ihrer kurzen (lebendigen) Rolle spielt sie die abgedrehte masochistisch veranlagte Olga Kubler überzeugend - ein Grund, warum die seltsamen Sexualfantasien nicht platt wirken. Aber dagegen wird sicherlich die Videosequenz, die sich Michel im Suff ansieht, wegen ihres Inhalts für Gesprächsstoff sorgen.
Auch Jean Hugues Anglade, der etwas distanziert spielt, kann in der Rolle des Psychologen mit den ungewohnten Problemen überzeugen. Die etwas gewollte Romantik, die zum Schluss aufkommt und wie ein Zugeständnis für den amerikanischen Markt wirkt, ist ja nicht seine Schuld.





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Land: Frankreich, Deutschland
Jahr: 2000
Genre: Komödie
Länge: 122 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 31.01.2002
Regie: Jean-Jaques Beineix
Darsteller: Cathérine Mouchet, Miki Manojlovic, Jean-Pierre Becker
Verleih: Concorde

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