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Unterwegs in die nächste Dimension
Unterwegs in die nächste Dimension
© Ottfilm

Unterwegs in die nächste Dimension (2001)

Deutscher Dokumentarfilm von Clemens Kuby um sechs Mediziner abseits der Schulmedizin, mit dem die Vorurteile gegen Schamanen und Wunderheiler recht distanzlos abgebaut werden sollen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Clemens Kuby ("Living Buddha") besucht sechs Menschen in sechs verschiedenen Kulturen, die besondere Fähigkeiten haben: Schamanen, Seher, Geistheiler, Alchimisten. In Peru, Rußland, Nepal, Burma, Korea und auf den Philippinen wird dokumentiert, wie diese Menschen leben und wirken.

Filmkritik

Was tun, wenn man Krebs hat und keine Aussicht auf Heilung? Die Österreicherin Maria flog in den peruanischen Regenwald, um sich von Don Agustin Rivas Vasquez-einem Schamanen- heilen zu lassen. Der alte Mann in Jeans und mit Brille saugt ihr das böse Geschwür aus dem Körper. Echte Magie? Clemens Kuby stellt es so dar- Marias Krebs verschwindet tatsächlich. Der drogenabhängige Deutsche Uwe wird von einer koreanischen Schamanin von seiner Sucht befreit. Eine Aidskranke gesundet dank Pillen, deren Zusammensetzung ein Heiler in Träumen erfahren hat. Clemens Kuby selbst wird der Miniskus von einer tibetischen Hausfrau ausgetrieben- deren Körper regelmäßig von einer Gottheit eingenommen wird. Interessant wäre, ob Maria nach wie vor krebsfrei ist... und nicht nur das: Clemens Kuby zeigt lediglich erfolgreiche Wunderheiler und geheilte Patienten. Das ist ebenso naiv wie verantwortungslos. Statements von "gewöhnlichen" Ärzten und Psychologen hätten der Dokumentation nicht nur Objektivität, sondern auch Glaubwürdigkeit verleihen können.
Ein weiteres Problem ist die anfangs frickelige Homevideo-Bildqualität. Ständig wechselnde exotischen Schauplätze verbinden sich mit (häufig abrupt) einsetzender Weltmusik zu einem Ethno-Kaleidoskop, das im Fernsehen weit besser aufgehoben wäre. Die Wirksamkeit von vielen Heilmethoden jenseits der Schulmedizin wird heute sicherlich kaum noch bestritten. Der Schlüssel zur Heilung liegt gewöhnlich im Glauben des Kranken an die wundersame Wirksamkeit des Heilers (bzw. der jeweiligen Methode): Heilungs-Riten mit hohem kulturellen Symbolgehalt sind wie Balsam für die seelische Gesundung.
Einige wirklich magische Momente des Films zeigen eben dieses Phämomen: den selbverständlichen Glauben der Heiler selbst an ihre Kräfte und das Bedürfnis der Kranken danach- Die Schamanin Hi-Ah Park gerät beim Tanzen in eine faszinierende ekstatische Trance- die sie auf Uwe überträgt. Den Erfolg ihrer Heilung scheinen die Schamanen als völlig selbverständlich anzunehmen. Gut, wenn sich diese Zuversicht auf die Patienten überträgt...




Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2001
Genre: Dokumentation
Länge: 103 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 24.01.2002
Regie: Clemens Kuby
Darsteller: Laurence Cacteng
Verleih: Ottfilm



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