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Kritik: Collateral Damage (2001)


Nach dem 11. September letzten Jahres gelobte Hollywood, nichts sei mehr wie zuvor. Das Action-Genre müsse neu überdacht werden. Heute, nicht mal sechs Monate später, lautet die Devise „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“. Denn schließlich geht es nicht um Moral, sondern um Geld. Und ein Film, der viel Geld gekostet hat, muss auch dementsprechend Kasse machen. So kommt nun „Collateral Damage“ mit einigen Monaten Verzögerung doch noch ins Kino. Arnold Schwarzenegger spielt einen Feuerwehrmann (was den amerikanischen Kassenerfolg garantieren dürfte), dessen Familie von Terroristen ermordet wird. Vom FBI enttäuscht und vom CIA betrogen, schwört er blutige Rache. Er recherchiert im Internet alles Wissenswerte über Terroristen und fliegt dann als Ein Mann-Armee nach Mittelamerika, um Selbstjustiz zu üben. Dort gibt er sich als skrupelloser Deutscher aus und sprengt mit einer Glühbirne und etwas Spiritus ganze Terroristencamps in die Luft. Am glücklichen Ende bekommt er als Ersatz für seinen ermordeten Sohn ein neues Kind, die Waise des von ihm getöteten Terroristen. „Collateral Damage“ hat auch komische Momente, leider sind diese jedoch durchweg unfreiwillig. Um den Film politisch korrekt zu gestalten, wurden zu allem Überfluss in die banale und belanglose Handlung pseudo-aufklärerische Informationen über die Unterdrückung in Mittelamerika eingeflochten. Konsequenzen hat dies nicht, letztendlich werden die Unterdrückten von den Guten (Amerikanern) dann doch reihenweise über den Haufen geschossen. Das nichts mehr so ist, wie es mal war, gilt für Hollywood offensichtlich nicht! Die uneingeschränkte Solidarität mit unseren amerikanischen Freunden endet definitiv an der Kinokasse





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