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Eine kleine Weihnachtsgeschichte
Eine kleine Weihnachtsgeschichte
© Atlas Film

Kritik: Eine kleine Weihnachtsgeschichte (1999)


Die Geschichte hat schon etwas von Andersens "Zinnsoldat": Ein Teddy auf seiner unfreiwilligen Odyssee durch skandinavische Landschaften, zudem ausgestattet mit menschlichen Charakterzügen. Was jedoch in erster Linie besticht, ist die geradlinige Regie und besonders das harmonisch ausgetüftelte Drehbuch: Alle Erzählstränge fügen sich ineinander, alle Figuren treten in unvermuteten Kontakt miteinander. Da ist zum Beispiel Jacob, der als großer Bruder Inas aus Übersee das Weihnachtsfest aufpeppen soll, dann wegen der Irrfahrt von Inas heißgeliebtem Stofftier zunächst auf eine Statistenplatz verdammt wird, um zu guter Letzt mit dem Aufstöbern des Teddys doch noch ins Rampenlicht zu treten.
Wenn auch die Vernarrtheit Inas in ihren Schmusebär mitunter fast groteske Züge entwickelt, so täuscht doch die liebevolle Figurenzeichnung und Darstellerführung über solche Übertreibungen hinweg. Zudem bringt der Kontrast von Teddys großer Fahrt und der trauten Familienidylle ein angenehmes Wechselbad aus Beschaulichkeit und Abenteuer zu Stande, was der Geschichte den nötigen Schwung verleiht.
"Klein" ist an dieser herrlich wohligen Weihnachtsgeschichte vor allem der Umfang - gerade mal 58 Minuten reichen der Regisseurin Asa Sjöström völlig aus, um die Zuschauer in vorzeitige Weihnachtseuphorie zu versetzen. Trotzdem: Mit der überaus romantischen Atmosphäre, einem harmonischen Strickmuster und den etwas pathetischen Dialogen wendet sich dieses Kleinod doch wohl eher an Kinder.





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