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Saltwater (2000)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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In einem kleinen irischen Kaff an der See betreiben die Beneventis einen Fish´n Chips-Imbiß. Außerhalb der Saison ist es ziemlich schwer, mit der Frittenbude das Familieneinkommen zu erwirtschaften. Und die drei mehr oder weniger erwachsenen Kids von George Beneventi haben auch was anderes im Kopf als den Familienbetrieb: Joe, der Jüngste, steckt noch in der Pubertät und Carmel hat Probleme mit ihrem Lover (einem Philosophiedozenten, der immer wieder mit seinen Studentinnen schläft). Frank, der Älteste, hilft dem Vater, so gut er kann. Aber es nervt ihn, dass George die Schulden beim örtlichen Kredithai, Simon Simple, nicht zurückzahlen kann. Als Simple Simon sich weigert, die Schulden zu stunden, platzt dem friedlichen Frank der Kragen: er schweißt zwei Stahlrohre so zusammen, dass sie aussehen wie ein Gewehr und macht sich mit dieser dilettantischen Ausrüstung auf zu Simons Büro...

Filmkritik

„Saltwater“ begleitet die italienische Beneventi Familie eine Woche lang, während der ihr Schicksal neu entschieden wird. Die ganze Welt scheint sich auf den kleinen Mikrokosmos der Frittenbude in der kleinen Hafenstadt an der irischen See zu konzentrieren. Ein Fokus, der aus der einfachen Familie eine Metapher für die unterschiedlichsten Lebensversuche macht.

Die Beneventis sind sehr sympathische, herzliche Figuren, deren Probleme zum Teil sehr detailliert und witzig geschildert werden. Dagegen wirkt die Geschichte wie eine flüchtige Strichzeichnung. Lose Enden und Anfänge gibt es überall. Zum Beispiel die Geschichte um die Schwester Carmel und ihren Freund, den Universitätsprofessor George, der nicht aufhören kann, sie zu betrügen. Hier belässt es Regisseur und Autor McPherson dabei, den Seitensprung zu zeigen, ohne die Konsequenzen überhaupt zu erwähnen. Das verwirrt: Eine Geschichte ohne Höhepunkt.

Ebenso unvermittelt und wenig befriedigend wirkt der Schluss. Das Happy End ist bruchstückhaft und auseinanderfasernd und hinterlässt einen ratlosen Zuschauer.

Dennoch: „Saltwater“ hat Witz, liebevolle Figuren und gute Darsteller, die aus dem etwas unglücklich strukturierten Film einen sehr sympathischen machen, den man sicherlich nicht mit einer Hollywood-Produktion messen kann und sollte.

„Saltwater“ wurde auf der Berlinale 2000 mit dem Preis des Internationalen Verbands der Filmkunsttheater ausgezeichnet.





Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Irland
Jahr: 2000
Genre: Komödie
Länge: 94 Minuten
Kinostart: 19.04.2001
Regie: Conor McPherson
Darsteller: Carl Duering, Brian Cox, Olwen Fouere
Verleih: Kairos Film



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