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Kritik: Panic Room (2001)


Finchers Fingerübung in Sachen gradlinigem Thriller zeigt, wie man aus einer simplen Grundsituation ein hochspannendes Werk schaffen kann, indem konsequent die einzelnen Variablen durchgespielt werden. Die Grundsituation besteht bei »Panic Room« darin, dass eine alleinerziehende Mutter mit ihrer Tochter in einen hermetisch abgeriegelten Raum des Wohnhauses flüchtet, nachdem sie drei Einbrecher bemerkt hat. Die glaubten, eigentlich ein leeres Haus vorzufinden. Ihre ohnehin schon schlechte Laune trübt sich noch weiter, als sie erkennen, dass sich die beiden Bewohner genau in den Raum zurückgezogen haben, in dem ein Vermögen versteckt ist. Mutter und Tochter wissen davon natürlich nichts, so dass sie sich in Sicherheit wähnen, da die Einbrecher schließlich irgendwann wieder gehen müssen. Auf den Überwachungsmonitoren, die das ganze Haus erfassen, beobachten die beiden nun, wie die Räuber mit immer neuen Tricks versuchen, in ihren Raum zu gelangen. Ein dramatischer Kampf der Strategien beginnt. Als Variablen im hinterhältigen Spiel führt Fincher die Gegebenheiten des speziellen Raumes sowie die Charaktere ein. Dabei reizt er mit den Karten des Genres und gewinnt. Natürlich kommt es während der sich zuspitzenden Situation zu Spannungen innerhalb des Einbrechertrios, da hier unterschiedliche Temperamente auf eine Krise reagieren. Der Sanftmütigere versucht den Brutalen zurückzuhalten, wodurch sich wiederum für die eingesperrte Mutter mit ihrer Tochter die Möglichkeit ergibt, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen. Es ist genau diese Lust am Durchspielen der einzelnen Chancen, die wechselseitig das Verhalten der beiden Gruppen beeinflussen, aus welcher der Film sein Spannungspotential bezieht





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