oder

Joe Dreck (2001)

The Adventures of Joe Dirt

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Sein Schicksal ist es, der falsche Mann am falschen Platz zur falschen Zeit zu sein. Und er hat auch noch den falschen Namen: Joe Dirt. Joe hat lange fettige Haare, eine schrottreife Karre, null Bildung, aber ein großes Herz. Als ein Radiomoderator in ihm ein ideales Opfer für Spott und Hohn sieht, und ihn auffordert, live aus seinem Leben zu erzählen, legt Joe los... denn er hofft, so seine Familie wiederzufinden, die er mit 8 Jahren bei einem Ausflug zum Grand Canyon verloren hat - weil ihn das Innere einer Mülltonne mehr interessierte als jegliche Naturspektakel. Ausserdem erzählt er von seiner liebevollen Beziehung zu einem Stück Weltraumschrott, von einem unfreiwilligen Flug im Heissluftballon über ganz Amerika und seinem Zusammentreffen mit dem Serienkiller Buffalo Bob...

Filmkritik

Halleluja im Himmel. Endlich gibt es die amerikanische Durchhaltekomödie schlechthin. Auch wenn Dir die Scheiße den Buckel herunter läuft (ja das passiert im Film tatsächlich), jeder Dir nur einen Arschtritt versetzen will und Deine Eltern sowie Deine Schwester miese Arschlöcher sind, gib nicht auf, denn "Das Leben ist ein Garten. Bedien‘ Dich".Und ganz sicher wird am Ende des Tunnels ein Licht erscheinen, so dass Du Deine White Trash-Existenz aufgeben kannst. Aber bedenke: die amerikanische Gesellschaft ist nur zu solchen Menschen so großzügig, die reumütig in ihren Schoß zurückkehren. Finde eine treusorgende Frau, die Dich liebt und alles ist wieder in Ordnung. Aber noch viel wichtiger: teile Dein Leid mit der Öffentlichkeit. Nichts ist besser als kollektives Mitleid. Genau diesen Rat hat Joe Dirt beherzigt. Er purzelt zwar etwas unfreiwillig in die heißeste Radiosendung L.A.s, da er im Sender als Reinigungsmann arbeitet. Als er jedoch erstmal dabei ist, die unglaubliche Geschichte von seinen Wanderjahren durch Amerika zu erzählen, kennt er kein Halten mehr. Im Alter von acht Jahren verlor er bei einem Ausflug zum Grand Canyon im Getümmel die Eltern. Seitdem sucht er sie und traf dabei auf einen Serienkiller, eine Alligatortrainerin, einen netten Highschoolhausmeister und Brandy, um deren Gunst er sich mit einem Rivalen stritt.

"Joe Dirt" ist der bekannte Strohhalm, an den man sich in wirtschaftlich schlechten Zeiten klammern soll, so hemmungslos optimistisch ist der Film. Dabei gibt er perfider Weise vor ein dickes, fettes Steak zu sein. Aber vielleicht handelt es sich ja auch nur um alten britischen Restbestand. Wahrscheinlich würde mir das alles nicht auffallen, wenn "Joe Dirt" lustig wäre. Einzig Christopher Walkens Auftritt als Exmafiosi im Zeugenschutzprogramm inklusive einer großartigen "Taxi Driver"-Parodie ist sehenswert. Das ist zu wenig.





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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 90 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 24.05.2001
Regie: Dennie Gordon
Darsteller: Dennis Miller, Christopher Walken, Gary Busey
Verleih: Columbia TriStar

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