oder

Dr. Dolittle 2 (2001)

Bei dieser Eddie Murphy-Fortsetzungskomödie gibt es weniger Fäkalwitze als im ersten Teil, aber noch weniger gute Gags.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Drei Jahre sind vergangen, seit Dr. Dolittle sein Talent entdeckt hat, mit Tieren zu reden. Seine Praxis brummt, Tiere mit den menschlichsten Problemen melden sich bei dem Arzt. Eines Tages stehen zwei seltsame Gesellen vor seiner Praxistür: Ein Opossum und ein Waschbär richten Dr. Dolittle aus, dass der Biber ihn sehen will. Der ist eine Art Pate des Tierreichs und sieht sein Territorium von einer Holzfirma bedroht, die mit ihren Baggern und Sattelschleppern den Wald roden und seine Bewohner damit heimatlos machen will. Dr. Dolittle wird mit der Rettung des Waldes beauftragt und hat sogleich eine geniale Idee: Wenn man nachweisen könnte, dass der Wald Unterschlupf für eine seltene Tierart bietet, wären der Biber und die übrigen Waldbewohner gerettet. Das einzig verfügbare seltene Tier ist Archie, ein Western Pacific Bear, der als Tanzbär und Clown in einem kleinen Landzirkus arbeitet. Um den Wald zu retten, soll Archie ausgewildert werden – der ist aber nicht im Geringsten gewillt, sein angenehmes Zirkusleben aufzugeben...

Filmkritik

Schnellsprecher Eddie Murphy ist wieder zurück. Nachdem er bereits zweimal als fetter Professor die Kinoleinwände ausfüllte, erfreut uns das Komikertalent mit der erneuten Verkörperung des drolligen Dr. Dolittle, welcher bekanntlich in der Lage ist, die Sprache der Tiere zu verstehen und zu sprechen. Ob das denn nun eher ein Fluch oder ein Segen ist, beantwortet "Dr. Dolittle 2" auf seine herzerfrischend banale Art und Weise: Der Film lässt die Tiere einfach die selben Probleme haben wie uns Menschen auch. Es geht um Liebe, Sex, Bequemlichkeit, Wohnungsnot und politische Organisation. Genau mit Hilfe des Letztgenannten versuchen die possierlichen Bewohner eines Waldes, einen fiesen Wirtschaftsboss in die Knie zu zwingen. Das geht aber nur, wenn ein fauler Zirkusbär ausgewildert wird, damit er der letzten Bärin ihrer Art erst den Hof und später niedliche kleine Bären macht. Daraus versucht "Dr. Dolittle 2" nun, sein Potential zu schöpfen, da der pelzige Artist weder für das wilde Leben geschaffen ist, noch willens scheint, es zu lernen. Und so kann der Zuschauer viele neue Erkenntnisse aus dem Film mit nach Hause nehmen: Dass nämlich Zirkusbären schüchtern sind, dass Bärinnen genau wie Frauen eigentlich doch auf Machos stehen, bis sie aus unerfindlichen Gründen ihre Meinung ändern, und dass Zirkusbären eine verflucht hinterhältige Verdauung besitzen. Überhaupt scheuten sich die launigen Drehbuchschreiber nicht, die Themenansätze für uns wenig erfahrenes Publikum zu vereinfachen. Damit wir den jugendlich Schwarzen auch sofort als solchen anerkennen, ist er ein cooler Rapper, der Dr. Dolittle ständig mit Dr. D anspricht; für das Unangenehme an Dolittles Situation, der einen einsamen ökologischen Kampf kämpft, darf eine Handvoll analer Humor herhalten; die Ängste von Dolittles Tochter, welche ebenfalls beginnt, die Tiere zu verstehen, münden in einen ständigen Fluchtimpuls, und die organisierten Tiere dürfen mit einem schlechten russischen Akzent für Belustigung unter Vierjährigen sorgen. Deswegen lacht man bei "Dr. Dolittle 2" , wenn überhaupt, nicht mit dem Film, sondern über den Film, der sich permanent in den Fallstricken seiner wohlfeilen Nummernrevue verfängt. Kein Thema ist ausgearbeitet, und keiner der Sprüche mit dem Inhalt verbunden. Alles zielt auf den verräterischen Effekt ab, der sich aber nur im Lächerlichen vollzieht. Eine ganz wichtige Erkenntnis liefert der Film (in seiner deutschen Version) aber doch noch: Erkan und Stefan sind Ratten, aber das wussten wir eigentlich auch so schon.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Dr. Dolittle 2

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 82 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 09.08.2001
Regie: Steve Carr
Darsteller: Eddie Murphy als Dr. John Dolittle, Kristen Wilson als Lisa Dolittle, Raven-Symoné als Charisse Dolittle
Verleih: 20th Century Fox

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.