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Emil und die Detektive (2001)

Deutsche Kinderfilm nach Erich Kästner: Auf dem Weg in die Ferien wird der 12-jährige Emil in Berlin beklaut und versucht mit Hilfe einer Kindergang seine Ersparnisse wieder zubekommen.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.6 / 5

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Emil Tischbein ist 12 Jahre alt und lebt mit seinem Vater in einer ostdeutschen Kleinstadt. Ein Autounfall des Vaters verändert das Leben der beiden: der Vater landet im Krankenhaus, verliert seinen Führerschein und seinen Job. Emil schickt er nach Berlin. Dort soll er zwei Wochen Ferien mit Pastorin Hummel und deren Sohn verbringen. Doch der Gangster Grundeis klaut Emils Ersparnisse... Emil versucht, sein Geld zurückzubekommen, und erhält dabei Unterstützung von Pony Hütchen und ihrer Gang.

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Filmkritik

Bei "Emil und die Detektive" handelt es sich um ein Remake des schwarz/weiß Klassikers von Gerhard Lamprecht. Regisseurin und Drehbuchautorin Franziska Buch hat versucht den Roman in die heutige Zeit zu übertragen, dabei hielt Sie sich jedoch sehr stark an das Original von 1931. Der neue Film versucht zeitgemäß zu sein und die heutige Jugend anzusprechen. Doch diesem Anspruch wird er nicht gerecht. Es reicht eben nicht die erfolgreiche Vorlage einfach in Farbe zu kopieren und mit Stilelementen des Videoclips aufzupeppen. Die Dialoge wirken völlig unnatürlich. Hier handelt es sich um den Versuch der Autorin, die Sprache der Jugendlichen nachzuahmen. Die Glaubwürdigkeit der Filmfiguren leidet darunter sehr. Ein Detektiv spricht sogar in der Comicsprache (würg, ächz, stöhn)! Die Figuren sind so überzeichnet, dass sie teilweise Karikaturen ähneln. Der Held des Films ist ein Kind, wie es sich Eltern perfekter nicht wünschen könnten. Eine Identifikation mit ihm wird dadurch jedoch fast unmöglich. Auch die anderen Figuren entsprechen mehr Klischees als der Realität. Bedenklich sind die Eindrücke die der Film teilweise vermittelt. So ist es bei-spielsweise echt cool sich im Auto nicht anzuschnallen, während der Fahrt im offenen Schie-bedach zu stehen oder bei Rot über die Ampel zu fahren. Echt lustig ist es auch Tieren Alko-hol zu geben. Ein Kinderfilm der nicht nachgeahmt werden sollte! Das ärgerlichste ist jedoch die dreiste Produktwerbung. Da halten Sprudelmaschinen auf-dringlich ihr Logo ins Bild oder Pony Hütchen empfiehlt ihren Freunden eine ganz bestimmte private Telefonauskunft anzurufen. Da wird bildfüllend für Hersteller von Laptops und Han-dys geworben. Und auf dem Laptop erscheint dann auch noch Werbung für eine kommerzielle Homepage, welche sich an Kinder wendet. Den einzigen Lichtblick in soviel Ärgernis bildet Jürgen Vogel. Er spielt den Bösewicht so überzeugend widerlich, dass es eine Freude ist ihm zuzuschauen.




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Land: Deutschland
Jahr: 2001
Genre: Abenteuer, Kinderfilm
Länge: 100 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 31.01.2019
Regie: Franziska Buch
Darsteller: Tobias Retzlaff als Emil Tischbein, Anja Sommavilla als Pony Hütchen, Jürgen Vogel als Max Grundeis
Verleih: Croco Film

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