oder

Eis Kalt (2001)

Out Cold

Gerade in den USA gefloppt, kommt wieder mal eine Pennäler-"Komödie" in unsere Kinos, in der peinliche Sex- und Körperflüssigkeitswitzchen eine Handlung um saufende Snowboarder in Alaska ersetzen sollen. Geld, Zeit und Geduld sollte man sich sparen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Ricks Lebensinhalt ist sein Snowboard und nie endende Parties im Alaska Ski-Ressort "Bull Mountain". Sein Lebenstraum scheint sich zu erfüllen, als sich ihm die Chance bietet, dort ein Snowboardparadies zu eröffnen. Die heile Bergwelt gerät aus den Fugen, als Ricks Ex-Freundin Anna plötzlich auftaucht. Und zwar mit ihrem Vater, dem schmierigen Immobilien-Mogul Jack Majors. Dieser will ein High-Society Ski-Paradies aufziehen - genau dort, wo Rick seinen "Boarder-Park" geplant hatte...

Filmkritik

Das interessanteste an "Eis Kalt" ist die Unverblümtheit, mit der er eine "Dosenbier-Variante" des Klassikers "Casablanca" entwirft. Statt fiesen Nazis gibt es einen großspurigen Wirtschaftsmagnaten, der ein beschauliches Kaff in Alaska zum Edel-Ski-Ort für Gutbetuchte ausbauen will. Da haben aber die bisherigen Könige der Piste, eine Truppe aus immer saufenden und feiernden Snowboardern, etwas dagegen. Schließlich wäre es dann mit dem süßen Leben vorbei. Ein Kampf um die Vorherrschaft beginnt. Und jetzt kommt "Casablanca" ins Spiel, da die Tochter des Magnaten bei einem Urlaub in Mexiko mit Rick, dem Kopf der Snowboarder, eine kurze Liebesaffäre hatte, obwohl sie bereits liiert war. Rick ist nie darüber hinweggekommen, dass er damals wortlos verlassen wurde. Als jetzt seine alte Flamme in Alaska auftaucht, fangen die emotionalen Probleme an. Noch komplizierter wird es, als zwei Tage später der Lebensgefährte der liebreizenden Tochter erscheint.

Humor ist bekanntlich eine zweischneidige Sache. Typisch für "Eis Kalt" ist die Szene, in der die Snowboarder Urinproben abgeben müssen, damit festgestellt werden kann, ob sie Drogen nehmen. Alle stellen brav ihren Becher mit der gelben Flüssigkeit hin, nur einer hielt eine Stuhlprobe für lustiger. Wer jetzt laut auflacht, wird sich in "Eis Kalt" köstlich amüsieren. Die anderen können ihren Spaß dabei haben, zu beobachten, wie bis in einzelne Szenen und Dialoge hinein "Casablanca" nachgespielt wird. Während der restliche Film vor Fäkal- und Sexwitzchen überquillt, besitzt das eine gewisse Würde. Man spürt, dass es hier tatsächlich um Liebe geht. Letztlich reduziert "Eis Kalt" die Handlung des Filmklassikers auf sein skelettartiges Grundgerüst, wodurch sie in einen hormongesteuerten, triebhaften Kontext gesetzt wird. Diese Neuinterpretation hat durchaus ihren Reiz.





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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 03.01.2002
Regie: Emmett Malloy, Brandon Malloy
Darsteller: Lee Majors, Brett Kelly, Jason London
Verleih: Constantin Film

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